Wirtschaftsnotizen

"Richter getäuscht"

Im bevorstehenden Betrugsprozess gegen den Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, und vier weitere Ex-Manager des Geldhauses, will die Münchener Staatsanwaltschaft den Angeklagten eine systematische Täuschung von Richtern nachweisen. Die Behörde wirft den Angeklagten vor, sich mit Hilfe von Juristen auf eine gemeinsame Strategie geeinigt zu haben, um durch unwahre Angaben vor Gericht Schadenersatzzahlungen an die Erben des Medienkonzerns Kirch abzuwehren. Das geht aus

Jürgen Fitschen. Bild: dpa
dem Anklagesatz hervor. Fitschen, seine Vorgänger Josef Ackermann und Rolf Breuer sowie der ehemalige Aufsichtsratschef Clemens Börsig und Ex-Vorstand Tessen von Heydebreck müssen sich ab Dienstag wegen versuchten Prozessbetrugs vor dem Landgericht München verantworten. Die Angeklagten hatten die Vorwürfe zurückgewiesen. Die Bank musste letztlich doch Schadenersatz an Kirch zahlen und einigte sich in einem Vergleich auf die Summe von 925 Millionen Euro. (dpa)

Athen braucht Geld für Mai

Der griechischen Regierung fehlen für Mai 2,5 Milliarden Euro, um ihren Verpflichtungen nachzukommen. Das sagte der stellvertretende griechische Finanzminister Dimitris Mardas am Mittwoch im griechischen Rundfunk. Athen hatte per Erlass alle staatlichen Institutionen und öffentlich-rechtlichen Betriebe gezwungen, ihre Geldeinlagen an die griechische Zentralbank (Bank of Greece) zu überweisen. Damit sollen Schulden und andere Verpflichtungen bezahlt werden. Die staatlichen Institutionen sollen ihre Geldeinlagen für sogenannte Rückkaufvereinbarungen an den Staat überweisen. Zahlreiche Städte und Regionalverwaltungen fürchten jedoch um ihr Geld und weigern sich ihre Einlagen zur Verfügung der Zentralregierung zu stellen. (dpa)

In Russland zugelegt

Auch im ersten Quartal 2015 hat der Keramikhersteller Villeroy & Boch in Russland zugelegt. Trotz der angespannten politischen und wirtschaftlichen Lage sei dort der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 30,7 Prozent gestiegen, teilte das Unternehmen in Mettlach mit. Insgesamt legte der Umsatz um 1,2 Prozent auf 195,2 Millionen Euro zu. Unter dem Strich verdiente Villeroy & Boch 5,8 Millionen Euro, knapp 35 Prozent mehr als in den ersten drei Monaten des vergangenen Jahres. (dpa)
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