Wirtschaftsnotizen

Immenser Jobabbau

Mit einem drastischen Sparprogramm und Stellenabbau reagiert Wincor Nixdorf auf die anhaltende Flaute. Von 9200 Arbeitsplätzen sollen 1100 gestrichen werden, davon 500 in Deutschland, kündigte der Geldautomaten- und Kassensystemhersteller am Donnerstag an. Seit Jahren kämpft der Paderborner Konzern mit einer schwachen Nachfrage nach Geldautomaten. Im ersten Halbjahr 2014/15 verringerten sich die Erlöse um 2 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro und der Gewinn um mehr als 30 Prozent auf 45 Millionen Euro. (dpa)

Postbank weiter im Streik

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft noch bis Samstag die Beschäftigten von 18 Postbank-Filialen in Ostbayern zu ganztätigen Streiks auf. "Die Großfilialen in Hof, Weiden und Passau werden ebenso betroffen sein wie die kleineren, etwa in Cham, Weiden und Tirschenreuth", sagt Gewerkschaftssekretär Harry Roggow (Nürnberg). "Es kann aber sein, dass wegen des Einsatzes von Beamten ein bis zwei Filialen teilweise geöffnet sind." Da die Postbank als Betreiber der gesamten Postfilialen fungiert, sind vom Streik laut Roggow nicht nur Bankgeschäfte betroffen, sondern auch alle anderen Postdienste wie die Annahme von Paketen, Päckchen und Briefen. Bei den Streiks geht es laut Gewerkschaft vor allem um den Kündigungsschutz, der bis 2020 aufrechterhalten werden soll. (üd)

RWE: Aufspaltung möglich

Der angeschlagene Energiekonzern RWE schließt radikalere Antworten auf die Energiewende nicht mehr aus. "Sollten sich die Marktbedingungen weiter verschlechtern, behalten wir uns eine Aufspaltung vor", sagte Vorstandschef Peter Terium am Donnerstag bei der Hauptversammlung des Konzerns in Essen. "Derzeit sehen wir aber keine Notwendigkeit dazu." RWE sehe weiter das größte Potenzial für sich darin, das alte Geschäftsmodell der Stromversorger zu behalten und zu verbessern. RWE-Erzrivale Eon hatte 2014 eine Aufspaltung zwischen konventioneller Stromerzeugung und erneuerbarer Energie angekündigt und dafür viel Beifall erhalten. (dpa)

Dämpfer für Opel-Mutter

Boomendes US-Geschäft, doch Probleme in Europa: Der US-Autoriese General Motors hat zum Jahresauftakt einen Dämpfer erhalten. Der Umsatz sank im ersten Quartal um fast fünf Prozent im Jahresvergleich auf 35,7 Milliarden US-Dollar (33,2 Milliarden Euro), wie GM am Donnerstag mitteilte. Der Gewinn stieg zwar von 0,1 auf 0,9 Milliarden Dollar. Wegen eines Rückruf-Debakels wegen defekter Zündschlösser im Vorjahr sind die Zahlen aber schwer vergleichbar. Besonders der Absatz in Europa und in Südamerika schwächelt. (dpa)
Weitere Beiträge zu den Themen: April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.