Wirtschaftsnotizen

Metro korrigiert Real-Wert

Der Handelskonzern Metro hat bei seiner Supermarktkette Real eine massive Wertberichtigung vorgenommen. Insgesamt reduzierte der Handelsriese den Wert der Tochterfirma in der Bilanz um rund 450 Millionen Euro auf circa 630 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Mit dem Schritt wolle man mehr Handlungsspielraum für die Neuausrichtung der zuletzt gewinnschwachen Kette gewinnen. Bisher sind nach den Modernisierungen der vergangenen drei Jahre allerdings erst 82 der mehr als 300 Real-Märkte auf das neue Konzept umgestellt. (dpa)

Mehr gefälschte Kosmetika

Der Deutsche Zoll hat im vergangenen Jahr mehr als 1,5 Millionen gefälschte Kosmetika aus dem Verkehr gezogen. Durch eine Zunahme um rund die Hälfte haben Körperpflegeprodukte die nachgemachte Markenkleidung damit vom unrühmlichen ersten Platz der Plagiatsliste verdrängt. Die an den Außengrenzen sichergestellten Pflegeprodukte hätten einen Wert von mehr als 22 Millionen Euro gehabt, sagte ein Sprecher des Krefelder Zolls am Freitag in Solingen. Im Kampf gegen gefälschtes Parfüm landeten bei einer Aktion vor dem Solinger Museum "Plagiarius" mehr als 7600 Duftflakons im Container. (dpa)

Österreich: Maut lukrativ

Die Autobahn-Maut in Österreich hat 2014 viel Geld in die Kassen des Staates gespült. Die staatliche Autobahnholding Asfinag verbesserte den Jahresüberschuss um 24 Prozent auf 519 Millionen Euro. Die Dividende an den Staat wurde nach Angaben vom Freitag auf 200 Millionen Euro verdoppelt. Zugleich wurden in den Bau und die Sanierung von Autobahnen und Schnellstraßen gut 900 Millionen Euro investiert (plus 29 Prozent). Insgesamt nahm die Asfinag 1,8 Milliarden Euro an Maut ein. Trotz der positiven Zahlen hat die Asfinag weiter einen Schuldenberg von rund 11,5 Milliarden Euro. Österreich finanziert seit 1997 den Bau und Betrieb der Autobahnen rein durch Gebühren. Das Land, das Touristen und Einheimischen bei der Maut gleich behandelt, will auf EU-Ebene gegen die deutsche Maut angehen, falls Brüssel nicht von sich aus tätig wird. (dpa)

Zu langsames Internet

Viele Unternehmen in Deutschland surfen noch im Schneckentempo durchs Internet: 2014 verfügte nur jede vierte Firma mit mindestens zehn Beschäftigten über eine schnelle Online-Verbindung. Darunter wird ein fester Breitbandanschluss mit einer Datenübertragungsrate von mindestens 30 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) verstanden, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Damit habe es zum Vorjahr keinen nennenswerten Fortschritt gegeben, sagte eine Statistikerin. (dpa)
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