Wirtschaftsnotizen

Textilgewerbe legt zu

Das bayerische Textilgewerbe meldet für das vergangene Jahr ein Umsatzplus von 2,2 Prozent auf 2,230 Milliarden Euro. Damit lag Zuwachs über dem Bundesdurchschnitt, sagte Christian Heinrich Sandler, Präsident des Verbands der Bayerischen Textil- und Bekleidungsindustrie. Bundesweit stieg der Umsatz um 2,0 Prozent auf 10,139 Milliarden Euro. Die Zahl der Betriebe sei unverändert geblieben, die der Beschäftigten liege derzeit bei rund 22 000. Sandler nannte die Entwicklung im Bereich Textil bei der Mitgliederversammlung in Bamberg zufriedenstellend, teilte der Verband mit. Dagegen bereite ihm die Bekleidungswirtschaft Sorgen. Während der Inlandsumsatz um 0,4 Prozent auf 1,332 Milliarden zunahm, sei der Auslandsumsatz um 1,8 Prozent auf 755 Millionen Euro gesunken. Unter anderem gebe es im Russlandgeschäft "massive Einbrüche". Dennoch blicken die Mitgliedsunternehmen überwiegend optimistisch in die Zukunft. 88,2 Prozent beurteilen das laufende Jahr besser oder gleichbleibend als im Jahr 2014. (paa)

Inflation abgeschwächt

Die niedrigen Energiepreise haben die Inflation in Bayern im April erneut gedämpft. Die Teuerungsrate stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,6 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch in Fürth mitteilte. Heizöl und Kraftstoffe herausgerechnet, betrug die Inflationsrate 1,2 Prozent. Die Inflation in der gesamten Bundesrepublik ist im April auf niedrigem Niveau erneut leicht gestiegen. Die jährliche Teuerungsrate erhöhte sich von 0,3 Prozent im März auf 0,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt nach einer ersten Schätzung mitteilte. (dpa)

Thomas Middelhoff frei

Der frühere Topmanager Thomas Middelhoff ist nach mehr als fünf Monaten aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Wie das Essener Landgericht am Mittwoch mitteilte, hatten die Verteidiger des Managers zuvor die Kaution in Höhe von 895 000 Euro überwiesen. Das Gericht machte keine Angaben dazu, wer die Kaution gestellt hat. Middelhoff war im November 2014 unter anderem wegen Untreue zu einer dreijährigen Gefängnisstrafe verurteilt und wegen Fluchtgefahr noch im Gerichtssaal verhaftet worden. (dpa)

Ministererlaubnis beantragt

Die Supermarktketten Tengelmann und Edeka wollen das Veto des Bundeskartellamts gegen ihre Fusionspläne nicht hinnehmen und haben eine Ministererlaubnis für den Zusammenschluss beantragt. Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub sagte, es gehe vor allem um die rund 16 000 Arbeitsplätze bei Tengelmann. Sie könnten "nur mit der Fusion umfassend gesichert werden". Das Bundeskartellamt hatte die Übernahme von Tengelmann durch Edeka Anfang April wegen massiver wettbewerbsrechtlicher Bedenken untersagt. Edeka ist schon heute der mit Abstand größte Lebensmittelhändler Deutschlands. (dpa)
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