Wirtschaftsnotizen

Athen leiht sich Geld

Das schuldengeplagte Griechenland hat sich kurzfristig frisches Geld am Kapitalmarkt besorgt. Wie das Staatsradio am Mittwoch unter Berufung auf die Schuldenagentur PDMA berichtete, konnten 875 Millionen Euro für 26 Wochen in Form kurzlaufender Staatspapiere aufgenommen werden. Die Rendite der versteigerten Papiere lag - wie bei einer vergleichbaren Auktion im Vormonat - bei 2,97 Prozent. Kurzfristig ist es Athen noch möglich, Geld aufzunehmen. Es floss am Mittwoch zwar weniger in die Kasse, als das Land in zwei Tagen benötigt. Denn am 8. Mai muss Griechenland 1,4 Milliarden Euro Schulden refinanzieren. In der Finanzpresse wird damit gerechnet, dass das restliche Geld am Donnerstag fließt. Denn dann dürfte Athen zusätzliche Wertpapiere versteigern. (dpa)

Hugo Boss: Weniger Gewinn

Der Modekonzern Hugo Boss hat im ersten Quartal einen Gewinnrückgang verbucht. Gestiegene Investitionen schmälerten den Gewinn um sieben Prozent auf 75,6 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Eine Übernahme in Südkorea und auch die Verlagerung eines Showrooms in New York kosteten Geld. Zudem investierte Hugo Boss in den Ausbau seines Ladennetzes. Der schwache Euro verhalf dem Unternehmen beim Umsatz zu einer Steigerung von neun Prozent auf 667,5 Millionen Euro. Währungsbereinigt lag das Plus bei drei Prozent. (dpa)

Online-Initiative aus Brüssel

Die EU-Kommission bläst zur Aufholjagd in der Internet-Wirtschaft. Dabei will sie insbesondere Online-Käufe auch über Grenzen hinweg erleichtern, Nutzerrechte im Internet stärken und digitale Geschäfte ankurbeln. Ein entsprechendes Strategiepapier zum "Digitalen Binnenmarkt" präsentierten der zuständige Vizepräsident der EU-Behörde Andrus Ansip und der EU-Kommissar für Digitalwirtschaft Günther Oettinger am Mittwoch in Brüssel. 16 Initiativen wollen sie bis Ende 2016 anstoßen. Der Gedanke dahinter: Wenn die digitale Wirtschaft reibungslos über Grenzen hinweg funktioniert, kann sie besser wachsen und der Konkurrenz standhalten. (dpa)

Xing mit deutlichem Plus

Mehr zahlende Mitglieder und das Geschäft mit Personaldienstleistungen lassen beim Online-Karrierenetzwerk Xing die Kasse klingeln. Im ersten Quartal kletterte der Umsatz im Jahresvergleich um 29 Prozent auf 29,3 Millionen Euro, wie das Unternehmen aus dem Medienkonzern Burda am Mittwoch mitteilte. Die Zahl zahlender Premium-Mitglieder stieg um knapp vier Prozent auf 855 000. Insgesamt hatte Xing nach eigenen Angaben Ende März 8,4 Millionen Mitglieder im deutschsprachigen Raum. Der Gewinn stieg auf 4,1 Millionen Euro von gut einer Million ein Jahr zuvor. (dpa)
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