Wirtschaftsnotizen

Tiefrote Zahlen in Nürnberg

Die Beseitigung von Schadstoffen lässt den Nürnberger Flughafen noch tiefer in die Verlustzone rutschen. 2014 war das Minus mit 19,4 Millionen Euro fünfmal so hoch wie 2013. Allein zehn Millionen Euro legte der Flughafen für die Sanierung des mit Schadstoffen verseuchten Bodens zurück - jeweils eine Million in den nächsten zehn Jahren, wie eine Sprecherin am Donnerstag sagte. Im Osten und Westen des Geländes hat sich durch Löschschaum giftiges PFT (Perfluorierte Tenside) im Untergrund angelagert. (dpa)

Griechenland: Hilfen offen

Neue Hilfen für das pleitebedrohte Griechenland bleiben in der Schwebe. Eine Einigung zwischen Athen und den internationalen Geldgebern ist weiter nicht in Sicht. EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker schätzt am Donnerstag in Brüssel die Fortschritte in den Verhandlungen über ein Reformpaket als "bescheiden" ein. "Wir ja sind dabei, den griechischen Kollegen zu erklären was sie alles liefern müssen", sagte Juncker. Die Euro-Finanzminister werden am Montag erneut beraten. Die Gespräche stehen unter hohem Zeitdruck, da ohne eine Vereinbarung blockierte Hilfsgelder von 7,2 Milliarden Euro nicht ausgezahlt werden können. (dpa)

Umsatz und Ureinwohner

Die Gesellschaft für bedrohte Völker fordert das Unternehmen Heidelberg-Cement auf, die Rechte der Ureinwohner in Westaustralien zu schützen. Dort gefährdeten Sprengungen eines Tochterunternehmens das Heiligtum der Nyungah-Aboriginals, teilte die Organisation am Donnerstag in Göttingen mit. Dieses Heiligtum dürfe nicht für Baustoffe geopfert werden. Der Protest wurde am Tag der Hauptversammlung des Konzerns veröffentlicht. Eine gute Nachfrage in den USA und Großbritannien habe die Geschäfte im Auftaktquartal angekurbelt. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte in den ersten drei Monaten um 46 Prozent auf 299 Millionen Euro zu, teilte das Unternehmen mit. (dpa/epd)
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