Wirtschaftsnotizen

Aldi will auch auf der Lieblingsinsel der Deutschen, Mallorca, präsent sein. Bild: Schaller
Neue Tarifrunde bei Post

Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post legt Verdi nach: Die Gewerkschaft fordert neben kürzeren Arbeitszeiten nun auch mehr Geld. 5,5 Prozent mehr sollen die 140 000 Beschäftigten nach dem Willen von Verdi künftig bekommen. Die Laufzeit soll nach der zur vierten Verhandlungsrunde am Freitag in Berlin vorgelegten Forderung bei zwölf Monaten liegen. Die Post reagierte mit Unverständnis. Neben der verlangten Arbeitszeitverkürzung von 38,5 auf 36 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich würde die Forderung einen Lohnanstieg von 12,5 Prozent bedeuten. "Das ist schlicht nicht finanzierbar und würde zudem unseren bestehenden enormen Personalkostennachteil gegenüber unseren Wettbewerbern erheblich verschärfen", erklärte Personalchefin Melanie Kreis. Die zusätzlichen Personalkosten bezifferte sie auf 600 Millionen Euro. (dpa)

Aldi erobert Mallorca


Deutschlands größter Discounter Aldi will jetzt auch auf Mallorca Fuß fassen. Am 20. Mai sollen sechs Märkte des Billiganbieters auf der Ferieninsel ihre Tore öffnen, wie Aldi Nord am Freitag mitteilte. Die Neueröffnungen in Palma de Mallorca, Palmanova, Magaluf, Inca und Marratxí sind Teil der geplanten Expansion auf dem spanischen Markt. Aldi Nord ist dort seit 2002 aktiv und betreibt dort mehr als 250 Geschäfte. Im Gegensatz zum Konkurrenten Lidl hatte Aldi aber noch keine Mallorca-Filialen. (dpa)

Wacker plant Börsengang

Der Spezialchemie-Konzern Wacker Chemie hat sich für einen Börsengang seiner Halbleiter-Tochter entschieden. Die Siltronic AG bereite einen Börsengang im regulierten Markt der Frankfurter Börse vor, teilte der MDax-Konzern am Freitag zur Hauptversammlung in München mit. Das Unternehmen hatte zuletzt auch einen Verkauf des stark schwankenden Geschäfts an Investoren erwogen. Siltronic ist einer der Weltmarktführer für Wafer aus Reinstsilizium. Mit 4200 Mitarbeitern erwirtschaftete die Gesellschaft 2014 einen Umsatz von 853 Millionen Euro. (dpa)

Milliarden-Gebot von Uber

Der umstrittene Fahrdienst-Vermittler Uber bietet laut Medien bis zu drei Milliarden Dollar für Nokias Kartendienst Here. Auch BMW, Audi und Mercedes-Benz bereiteten ein Gebot vor, schrieb die "New York Times". Die deutschen Premium-Marken wollten sich mit der chinesischen Firma Baidu verbünden. Drei Milliarden Dollar könnte in der Nähe von Nokias Vorstellungen liegen. Facebook wurde ebenfalls als möglicher Käufer genannt. Es werde damit gerechnet, dass Nokia den Verkauf Ende Mai abschließen kann. (dpa)
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