Wirtschaftsnotizen

Offenbar ein Urteil hat die Umsätze mit Hörgeräten angekurbelt. Archivbild: dpa
Krisenrunde in Athen

Vor dem heutigen Treffen der Euro-Gruppe in Brüssel steigt in Griechenland die Spannung. In Athen kam es am Wochenende immer wieder zu Krisensitzungen unter Vorsitz von Ministerpräsident Alexis Tsipras. Ein Scheitern der Gespräche zwischen den Geldgebern und Athen könne zu unkontrollierbaren Entwicklungen führen, warnte die griechische Presse. Sogar eine Volksabstimmung schließt die Regierung nicht aus. Wie aus griechischen Regierungskreisen verlautete, sagte Tsipras bei einer Sitzung des Ministerrats, Athens Ziel sei, dass bei dem Eurogruppen-Treffen "die bedeutenden Fortschritte festgestellt werden", die es gegeben habe. In Brüssel wird nicht mit einer endgültige Abmachung zum griechischen Reformplan gerechnet. Das berichteten EU-Diplomaten. (dpa)

Primark lässt sich Zeit

Die Billig-Modekette Primark will statt schneller Expansion international lieber langsam wachsen. Sie gehörten nicht zu den Unternehmen, die in den ersten Jahren Verluste einkalkulierten, sagt Primark-Manager Paul Lister. "Wir wollen vom ersten Tag an profitabel sein." Vor fünf Jahren eröffnete die Billig-Modekette die erste Filiale in Deutschland. Primark schreibe schwarze Zahlen, sagte Deutschlandchef Wolfgang Krogmann. Inzwischen gibt es bundesweit 18 Läden mit rund 6000 Mitarbeitern. (dpa)

Milliardenmarkt Hörgeräte

Die deutschen Hörgeräte-Akustiker haben 2014 zum ersten Mal Hör-Hilfen für mehr als eine Milliarde Euro verkauft. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz mit Hörgeräten um 34 Prozent auf rund 1,3 Milliarden Euro, wie das Nürnberger Marktforschungsinstitut GfK ermittelte. Demnach wurden insgesamt rund 1,2 Millionen Geräte über den Fachhandel verkauft. Die Vergleichszahlen des Vorjahres sind deutlich niedriger: 2013 waren 836 000 Geräte verkauft worden, die Hörgeräte-Akustiker hatten rund 991 Millionen Euro erlöst. Erklären lässt sich der Anstieg mit einem Gerichtsurteil des Bundessozialgerichts, das festgestellt hatte, dass die gesetzlichen Krankenkassen beim Kauf eines Hörgerätes zu wenig Geld zuschießen. Nach zähem Ringen wurde der Satz Ende 2013 angehoben - viele Betroffene hatten eine anstehende Anschaffung bis zu dieser Einigung aufgeschoben. (dpa)

Uber sammelt weiter

Der Fahrdienst-Vermittler Uber holt sich laut Medienberichten nach nur wenigen Monaten wieder eine Milliarden-Finanzspritze bei Investoren. Diesmal gehe es um mindestens 1,5 Milliarden Dollar (rund 1,34 Milliarden Euro), schrieben das "Wall Street Journal" und die "New York Times". Das gesamte Unternehmen könnte dabei mit bis zu 50 Milliarden Dollar bewertet werden, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Nur Facebook hatte bisher in einer Finanzierungsrunde vor dem Börsengang eine solche Bewertung erzielt. (dpa)
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