Wirtschaftsnotizen

Adler macht mehr Verlust

Die Modekette Adler hat im ersten Quartal saisonale Belastungen durch den Abverkauf der Winterware und die Umstellung auf die neue Frühjahrs- und Sommerkollektion zu spüren bekommen. Hinzu kamen Kosten aus der Übernahme des Bekleidungshauses Kressner. Unter dem Strich erhöhte sich so der Fehlbetrag im ersten Quartal von 8,2 Millionen im Vorjahreszeitraum auf 13,5 Millionen Euro. Das teilte das Unternehmen am Dienstag in Haibach (Unterfranken) mit. Die Umsätze stiegen um 1,7 Prozent auf 115,1 Millionen Euro. Adler betreibt 178 Modemärkte mit etwa 4300 Mitarbeitern. (dpa)

Protest gegen Stellenabbau

Arbeitnehmervertreter wollen den Stellenabbau bei Siemens nicht ohne Widerstand hinnehmen. Für den 9. Juni plant die IG Metall einen bundesweiten Aktionstag an Standorten. Das ergaben Beratungen von Betriebsvertretern am Dienstag. Konzernchef Joe Kaeser hatte vergangene Woche bekanntgegeben, dass zusätzlich zu dem Abbau von 9000 Arbeitsplätzen durch den Konzernumbau und wegen der Probleme im Energiegeschäft weitere 4500 Arbeitsplätze weltweit wegfallen sollen. (dpa)

Ludwig Beck übernimmt

Das Münchener Modehaus Ludwig Beck übernimmt den Herrenmode-Spezialisten Wormland (Hannover). Über eine Tochtergesellschaft seien sämtliche Anteile an der Wormland Unternehmensverwaltung GmbH erworben worden, teilte die Ludwig Beck AG am Dienstag in München mit. Diese betreibt über ein Tochterunternehmen 15 Textileinzelhandels-Filialen und einen Onlineshop. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Ludwig Beck will sich damit weitere Wachstumsmöglichkeiten erschließen. (dpa)

Geld vom Notfall-Konto

Athen hat bei der Rückzahlung der Gelder an den Internationalen Währungsfonds (IWF) auf ein Notfall-Konto beim IWF zurückgegriffen. Die Rate in Höhe von 756 Millionen Euro sei weitgehend von dem Konto für Notfälle gezahlt worden, das die Regierung beim IWF unterhalte, hieß es aus Kreisen des Finanzministeriums in Athen. Nach Informationen der Zeitung "Kathimerini" hat der IWF dieser Transaktion zugestimmt. Eine Bestätigung vom IWF war zunächst nicht zu erhalten. Wie die dpa weiter erfuhr, muss Athen das Konto im kommenden Monat wieder auffüllen. Damit würden die Verpflichtungen, die Griechenland im Juni an den IWF zu erfüllen hat, auf knapp 2,2 Milliarden Euro steigen. (dpa)

"Methusalem-Effekt"

In Deutschland werden Käufer von Neuwagen immer älter. Im ersten Quartal 2015 waren diese im Schnitt 53 Jahre alt. Das ergab eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen. Nur noch jeder vierte privat gekaufte Neuwagen sei von Personen erworben worden, die jünger als 45 Jahre sind, hieß es weiter. 1995 hatte der Altersschnitt noch bei 46,1 Jahren gelegen. Damals wurden 48,1 Prozent aller von Privatkunden gekauften Neuwagen von unter 45-Jährigen erworben. Dieser "Methusalem-Effekt" gehe nicht nur auf den demografischen Wandel zurück. Zudem sorgten Autobauer mit ihren hohen Anteilen an taktischen Zulassungen dafür, dass junge Käufer günstigere "junge Gebrauchtwagen" erwerben, wurde weiter mitgeteilt. (dpa).
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