Wirtschaftsnotizen

Start mit Umsatzminus

Die Greiffenberger-Gruppe (rund 1000 Mitarbeiter) ist im Vergleich zum Vorjahresquartal mit einem Umsatzminus in das Jahr 2015 gestartet. Wie das Unternehmen in Marktredwitz mitteilte, lag der Umsatz mit 34,6 Millionen Euro 8,3 Prozent unter dem Vergleichswert 2014. Die Umsatzentwicklung sei noch durch den insgesamt schwächeren Auftragseingang 2014 beeinflusst worden, teilte das Unternehmen weiter mit. Der Auftragseingang lag mit 38,7 Millionen Euro 5,4 Prozent unter dem Vorjahresvergleichswert. Von dem umsatzseitig verhaltenen Jahresstart 2015 seien alle Unternehmensbereiche (Antriebstechnik, Metallbandsägeblätter und Präzisionsbandstahl sowie Kanalsanierungstechnologie) betroffen gewesen. (nt/az)

Prokon: EnBW hat Interesse

Im Insolvenzverfahren der Windenergie-Firma Prokon müssen die Gläubiger bald Farbe bekennen: Wollen sie als Eigentümer die Prokon-Windparks im Rahmen einer Genossenschaft fortführen oder das Vermögen an den Versorger EnBW verkaufen? In beiden Fällen werde die Insolvenzquote zwischen 50 und 60 Prozent liegen, sagte Insolvenzverwalter Dietmar Penzlin am Mittwoch in Hamburg. Damit ist

EnBW-Chef Frank Mastiaux greift nach Prokon. Bild: dpa
rund die Hälfte des Geldes von mehr als 40 000 Anlegern verloren. Allein deren Kapital betrug 1,44 Milliarden Euro. Dazu kommen weitere Gläubiger wie Lieferanten, Beschäftigte und Sozialversicherungen. Bis Ende Juni muss sich eine bestimmte Anzahl derjenigen Gläubiger, die Prokon mit Genussscheinen finanziert haben, zur Gründung einer Genossenschaft bereitfinden. Die endgültige Entscheidung, welchen Weg Prokon nehmen wird, trifft dann eine Gläubigerversammlung. EnBW wolle mit der Übernahme der Prokon-Windparks seine Ziele bei der Energiewende schneller erreichen oder sogar übertreffen, sagte EnBW-Chef Frank Mastiaux am Mittwoch und warb für die rund 500 Millionen Euro teure Offerte an die Gläubiger und Inhaber von Genussscheinen. Mit einem Kauf werde die Windenergie-Firma auf eine gesunde Kapitalbasis gestellt. (dpa)

"Nicht zufrieden"

Die von einem Stellenabbau bedrohten Siemens-Beschäftigten in Erlangen haben bei einer Betriebsversammlung ihren Unmut über die geplanten Einschnitte deutlich gemacht. "Die Belegschaft ist mit der Unternehmensführung nicht zufrieden", sagte der Vorsitzende des Betriebsrats für die Energie-Sparte, Hans Jürgen Hartung, nach der Versammlung am Mittwoch. Viele Mitarbeiter fühlten sich wie im "Hamsterrad"; trotzdem werde seit zwei Jahren immer wieder Personal abgebaut. Massiv kritisiert hätten die Siemensianer zudem, dass die Führung sie im Unklaren lasse, "welche Abbaumaßnahmen wo laufen und in welchem Stadium sie sich befinden". Konkrete Zahlen seien auch bei der Versammlung mit knapp 1500 Teilnehmern nicht genannt worden, berichtete Hartung. (dpa)
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