Wirtschaftsnotizen

Post: Weitere Warnstreiks

Vor der nächsten Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt bei der Post will die Gewerkschaft Verdi die Warnstreiks der Postzusteller fortsetzen. Die fünfte Tarifverhandlungsrunde ist für Mittwoch geplant. "Wir werden bis zur nächsten Verhandlungsrunde weiter Druck machen", kündigte etwa der Verdi-Sprecher für Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt, Andreas Wiedemann, am Sonntag an. Am Samstag hätten rund 7000 Beschäftigte die Arbeit an Standorten in allen Bundesländern niedergelegt, teilte Verdi-Sprecher Jan Jurczyk am Samstag in Berlin mit. (dpa)

Gegen Roaming-Gebühren

Die Pläne der EU-Staaten, die Roaming-Gebühren für Handynutzer im Ausland doch nicht abzuschaffen, sind auf breite Kritik gestoßen. "Roaming-Gebühren passen nicht zur Idee von Europa und zur Idee des digitalen Binnenmarkts", sagte der frühere niedersächsische Ministerpräsident und jetzige EU-Parlamentarier David McAllister (CDU). Es mache keinen Sinn, dass es unterschiedliche Gebühren gebe. "Verbraucher sind sich häufig gar nicht bewusst, in welche Gebührenfallen sie dabei tappen." Der SPD-Europaabgeordnete Bernd Lange kündigte den Widerstand des Europaparlaments an. Die Mehrkosten sind durch nichts mehr zu rechtfertigen, zumal die Telekommunikationsunternehmen längst europaweit agieren", sagte Lange. Auch Verbraucherschützer hatten die Abschaffung der Gebühren gefordert. (dpa)

"Unser letzter Schuss"

Bei der Sanierung von Air Berlin geht es aus Sicht des neuen Vorstandschefs Stefan Pichler um die Existenz der kriselnden Fluggesellschaft. "Das hier ist unser letzter Schuss, wir müssen es jetzt schaffen, es gibt keinen zweiten Versuch mehr", sagte Pichler der "Süddeutschen Zeitung". Pichler sagte, er glaube, dass eine Rettung des Unternehmens möglich sei. Air Berlin habe aber nicht viel Zeit. Air Berlin steckt seit Jahren in der Sanierung und wird mit Geld der arabischen Großaktionärin Etihad gestützt. Im ersten Quartal verbuchte Air Berlin einen Verlust von 210 Millionen Euro, genau so viel wie ein Jahr zuvor. Entscheidend werde sein, wie das Geschäft im dritten Quartal mit den Urlaubsmonaten laufe, hatte Pichler gesagt. (dpa)
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