Wirtschaftsnotizen

Streik bei Kaufland

Nach dem Streikauftakt im bayerischen Handel in den vergangenen Wochen waren am Montag die Kaufland-Mitarbeiter aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Wie die Gewerkschaft Verdi auf Nachfrage mitteilte, beteiligten sich am Streik zehn Angestellte der Weidener Filiale. Zur zentralen Kundgebung vor dem Kaufland im oberbayerischen Moosburg waren auch Mitarbeiter aus Regensburg, Bad Tölz und Erding angereist. Zum Streik aufgerufen waren auch die Mitarbeiter des Zentrallagers von H & M in Großostheim (Unterfranken). "Die Beschäftigten müssen von ihrem Gehalt leben können und sich eine Alterssicherung aufbauen", teilte Georg Luber, Verdi-Streikleiter in der Oberpfalz mit. "Das ist aber derzeit nicht möglich, denn 70 Prozent der Beschäftigten im Einzelhandel sind akut von Altersarmut bedroht." (üd)

Konsum hilft Konjunktur

Die Kauflust der Verbraucher hält die deutsche Wirtschaft nach Überzeugung der Deutschen Bundesbank auf Wachstumskurs. "Die deutsche Wirtschaft wird in den kommenden Monaten wohl weiter expandieren", erklärte die Notenbank in ihrem am Montag in Frankfurt veröffentlichten Monatsbericht. Die Konsumenten profitierten von der steigenden Beschäftigung und von spürbar anziehenden Verdiensten. Einen zusätzlichen Schub habe der Kaufkraftzuwachs durch den drastischen Rückgang der Rohölpreise gebracht. Zudem lasse der Auftragsschub in der Bauwirtschaft zu Jahresbeginn erwarten, dass die Baukonjunktur verstärkt Fahrt aufnehmen könnte. (dpa)

Sixt profitiert von Streiks

Deutschlands größtem Autovermieter Sixt hat die Serie von Lokführer-Streiks eine kurzzeitige Rekordnachfrage beschert. Zu Beginn des einwöchigen Ausstands Anfang Mai habe man den besten Montag in der Unternehmensgeschichte mit einer Auslastung von 100 Prozent erlebt, sagte Konzernchef Erich Sixt in München. Zudem will das Unternehmen von der Auslandsexpansion profitieren: Neben dem geplanten weiteren Ausbau des Stationsnetzes in den USA hat das Unternehmen auch den Zuschlag der französischen Staatsbahn SNCF für zunächst 14 Stationen an französischen Bahnhöfen bekommen und erhofft sich davon zusätzliche Umsätze. (dpa)
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