Wirtschaftsnotizen

Vatikanbank legt stark zu

Die Vatikanbank hat ihren Nettogewinn im vergangenen Jahr um mehr als das Zwanzigfache auf 69,3 Millionen Euro erhöht. Das geht aus dem am Montag im Vatikan veröffentlichten Abschlussbericht des "Istituto per le Opere di Religione" (IOR) für 2014 hervor. Im Vorjahr hatte das Geldinstitut nur 2,9 Millionen Euro Gewinn verzeichnet. Grund für das positive Ergebnis seien bessere Handelsabschlüsse und "gesunkene außerordentliche Kosten", teilte die Bank mit. Fälle von Geschäftsmissbrauch innerhalb des IOR wurden dem Jahresbericht zufolge den zuständigen vatikanischen Behörden gemeldet. Einzelheiten zu den Vorgängen und mutmaßlichen Verantwortlichen teilte die Bank nicht mit. (dpa)

DIHK: "Gründungsmisere"

Die Wirtschaft beklagt eine "Gründungsmisere" in Deutschland. Nach Daten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) nimmt die Bereitschaft zur Gründung eines eigenen Unternehmens immer mehr ab, wie die Tageszeitung "Die Welt" berichtet. Die Zahl der Beratungsgespräche bei den Kammern sei 2014 um drei Prozent auf 227 703 zurückgegangen, der vierte Rückgang in Folge und ein neuer Negativrekord, schreibt das Blatt unter Berufung auf den "Gründerreport 2015" der Organisation. DIHK-Präsident Eric Schweitzer sagte, vor zehn Jahren habe es noch rund 406 000 solcher Gründungsgespräche gegeben, 2011 noch 361 000. Die derzeitige Wirtschaftspolitik sei "alles andere als Werbung für Unternehmensgründungen". (dpa)

Athen will zahlen

Athen will die Verpflichtungen gegenüber seinen Gläubigern erfüllen. Dies sagte der griechische Regierungssprecher Gabriel Sakellaridis Reportern am Montag in Athen. Sakellaridis reagierte damit auf Aussagen des griechischen Innenministers Nikos Voutsis und anderer Regierungsmitglieder vom Vortag, wonach Griechenland die nächsten Tilgungsraten an den Internationalen Währungsfonds (IWF) in Höhe von rund 1,5 Milliarden Euro im Juni nicht zahlen werde, weil die Kassen leer seien. Der Regierungssprecher teilte weiter mit, die Verhandlungen mit den Gläubigern würden heute in Brüssel fortgesetzt. (dpa)
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7906)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.