Wirtschaftsnotizen

Bußgeld gegen Skoda

Tschechiens Kartellwächter haben gegen die VW-Tochter Skoda ein Bußgeld in Millionenhöhe verhängt. Hintergrund sind verbotene Absprachen des Autobauers mit Händlern im Heimatland der Marke, wie die Wettbewerbsbehörde UOHS am Donnerstag in Brno mitteilte. Die Strafe sei bereits im Dezember 2014 rechtskräftig geworden und belaufe sich auf 49 Millionen Kronen, umgerechnet 1,78 Millionen Euro. Der Autobauer habe zwischen April 2011 und April 2012 Margen mit Händlern abgesprochen, die nicht unterschritten werden durften. Das sei ein Verstoß sowohl gegen tschechisches Recht wie auch EU-Richtlinien gewesen, hieß es. (dpa)

Kaeser verteidigt Jobabbau

Siemens-Chef Joe Kaeser hat den Abbau Tausender Stellen verteidigt und Teile der IG Metall kritisiert. Gerade die Jobkürzungen im schwächelnden Energiegeschäft seien die bittersten aller erforderlichen Maßnahmen, sagte Kaeser der Siemens-Mitarbeiterzeitung. Der Konzern habe keine andere Wahl. Kaeser hatte Anfang Mai erklärt, dass über den Abbau von insgesamt 9000 Arbeitsplätzen durch den Konzernumbau hinaus noch einmal 4500 Jobs weltweit wegfallen sollen, davon 2200 in Deutschland. Die IG Metall hatte Widerstand gegen die Pläne angekündigt und ruft zu einem Aktionstag am 9. Juni auf. "Ich habe davon gehört und auch, dass sich der Standort Mülheim hier besonders hervortut, wo ein einzelner Gewerkschaftsfunktionär uns sogar als weltfremd bezeichnet", sagte Kaeser. Er frage sich angesichts der Lage in Nordrhein-Westfalen, wo Energiekonzerne wie Eon existenzbedrohliche Krisen durchmachten, in welcher Welt solche Kollegen lebten. "In unserer jedenfalls nicht", sagte er. (dpa)

Übernahme bei Carsharing

Der französische Carsharing-Anbieter Drivy, bei dem Privatleute ihre Fahrzeuge vermieten können, baut sein Geschäft in Deutschland mit einer Übernahme aus. Drivy schluckt den großen Konkurrenten Autonetzer, der rund 10 000 Fahrzeuge im Angebot und 75 000 registrierte Nutzer hat. Drivy hatte fünf Monate nach dem Deutschland-Start rund 1300 Fahrzeuge für den Service gewonnen. (dpa)

Neue Rechtsform für Firmen

Kleine Unternehmen sollen nach dem Willen der EU-Staaten leichter Töchter im europäischen Ausland gründen können. Um bürokratische Hürden zu senken, sollen alle EU-Staaten die Rechtsform einer speziellen GmbH mit einem Gesellschafter einrichten - dieser Gesellschafter kann ein Mensch sein oder auch eine juristische Person wie etwa ein Fonds. Die EU-Minister für Wettbewerb haben sich in Brüssel auf die Neuregelung verständigt, Verhandlungen mit dem EU-Parlament darüber können damit demnächst beginnen. Unternehmen könnten die GmbH zum Beispiel online anmelden. Erforderlich wäre ein Mindestkapital von nur einem Euro. (dpa)
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