Wirtschaftsnotizen

Rückruf bei Smart

Der Autobauer Daimler ruft 25 000 Kleinwagen der Marke Smart in Europa in die Werkstatt zurück. Die Halterung des Drehstabgestänges der Fahrzeuge müsse überprüft werden, teilte das Unternehmen am Freitag in Stuttgart mit. Außerdem werde im Einzelfall die Software des Motorsteuergeräts aktualisiert. Es sind Fahrzeuge aus bestimmten Produktionszeiträumen aus den Jahren 2014 und 2015 betroffen. Die Kunden werden angeschrieben. (dpa)

Bahn bündelt Buchhaltung

Die Deutsche Bahn zieht ihre bundesweite Buchhaltung in Berlin zusammen. Die dortige Abteilung werde dafür bis 2019 von 150 auf 450 Mitarbeiter vergrößert, kündigte Bahnchef Rüdiger Grube bei der Eröffnung des Standorts am Nordbahnhof am Freitag an. "Das ist ein starkes Bekenntnis zur Hauptstadt." Andere Städte haben indes das Nachsehen, denn bislang war die Buchhaltung in Deutschland auf 30 Standorte verteilt. Von insgesamt 800 Stellen gehen nach früheren Bahn-Angaben rund 100 verloren. Weltweit hat die Bahn etwa 2900 Arbeitsplätze im Rechnungswesen. Es wird für die europäischen Gesellschaften außerhalb Deutschlands in Bukarest zusammengezogen, für die außereuropäischen Standorte in Manila. (dpa)

Benkos Luxus-Chalet

Der österreichische Immobilienunternehmer und Karstadt-Eigner René Benko hat Ärger mit der Justiz. Die Wiener Staatsanwaltschaft geht Korruptionsvorwürfen in Zusammenhang mit dem Bau seines Luxus-Chalets in Lech am Arlberg nach. "Wir ermitteln in dem Fall wegen des Verdachts der Vorteilszuwendung und der Vorteilsnahme", sagte ein Sprecher der Wiener Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft

René Benko. Archivbild: dpa
der Zeitschrift "Wirtschaftswoche". 2011 hatte Benko demnach einen maroden Berggasthof erworben und auf dem Areal sein "Chalet N" errichten lassen. Mit der Gemeinde, die ein Vorkaufsrecht für das Gelände hatte, soll sich Benko gegen Zahlung von 250 000 Euro auf einen Verzicht des Vorkaufsrechts geeinigt haben. Die Ermittlungen laufen seit Januar. Ein Ende sei derzeit nicht seriös abschätzbar, erklärte ein Justizsprecher am Freitag. (dpa)

Der Frankenschock

Die starke Aufwertung des Franken hat die Schweizer Wirtschaft zu Jahresbeginn ausgebremst. Im ersten Quartal schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,2 Prozent zum Vorquartal. Das teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Freitag mit. Es ist der erste Rückgang der Wirtschaftsleistung seit rund dreieinhalb Jahren. Zum Vorjahresquartal stieg das BIP um 1,1 Prozent. Wie Daten des Seco zeigen, ging der Außenhandel im ersten Quartal auf Tauchstation. Die Warenausfuhren schrumpften um 2,3 Prozent. Ein noch stärkerer Rückgang der Wirtschaftsleistung wurde durch höhere Investitionen der Unternehmen und die Konsumausgaben der Privathaushalte verhindert. (dpa)
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