Wirtschaftsnotizen

Reto Francioni (rechts), scheidender Vorstandschef der Deutschen Börse AG, und Carsten Kengeter. Archivbild: dpa
Heißer Tarifstreit

Unmittelbar vor dem Start der sechsten Gesprächsrunde im Tarifstreit bei der Post haben Gewerkschaft und Vorstand schwere Geschütze aufgefahren. Verdi-Chef Frank Bsirske drohte dem Management vor dem Verhandlungsbeginn am Montag in Berlin mit einer Ausweitung des Arbeitskampfes: "Wenn der Post-Vorstand seinen Kurs so weiterfährt, laufen wir auf eine massive Konfrontation zu", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Konzernchef Frank Appel kritisierte hingegen, Verdi setze Mitarbeiter gezielt unter Druck, damit sie sich an den Warnstreiks beteiligen. "Die Beschäftigten werden gemobbt, es wird Angst geschürt, damit sie sich hinter der Gewerkschaft versammeln", sagte er der "Welt am Sonntag". (dpa)

Kengeter übernimmt

Seit April ist Carsten Kengeter dabei, nun übernimmt der Investmentbanker die Führung der Deutschen Börse. Offiziell wechselt der Vorstandsvorsitz an diesem Montag von Reto Francioni (59) auf den 48-jährigen Kengeter. Damit ist der Generationenwechsel bei dem Frankfurter Marktbetreiber perfekt, den der Aufsichtsrat im Herbst eingeleitet hatte. Kapital will die Börse aus Kengeters engmaschigem Netz in Asien schlagen. "Wir sind sicher, dass Herr Kengeter den erfolgreichen Weg dieses Unternehmens fortsetzen wird und ihn mit neuen, insbesondere internationalen Impulsen, weiter bereichern wird", sagte Aufsichtsratschef Joachim Faber bei der Hauptversammlung im Mai. (dpa)

Apple-Chef spendet Aktien

Apple-Chef Tim Cook hat 50 000 Aktien im aktuellen Wert von über 6,5 Millionen Dollar gespendet. An wen das Paket ging, wurde in der Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC am Freitag nicht erwähnt. Der 54-jährige Cook hatte bereits im März angekündigt, er werde schließlich sein gesamtes Vermögen weggeben, nachdem er die College-Ausbildung seines heute zehnjährigen Neffen finanziert habe. Cook hatte bei seiner Berufung an die Apple-Spitze im August 2011 die Aussicht auf eine Million Apple-Aktien bis zum Jahr 2021 bekommen. Das Paket war damals erst gut 380 Millionen Dollar wert, heute wären es nach dem Kursanstieg der vergangenen Jahre und einem Aktiensplit mehr als 900 Millionen Dollar. (dpa)

Bahn-Ziele in Gefahr

Die Serie von Lokführerstreiks droht den Gewinn der Deutschen Bahn im laufenden Jahr aufzufressen. Finanzvorstand Richard Lutz befürchtet, dass die insgesamt neun Ausstände seit dem vergangenen Herbst den bundeseigenen Konzern finanziell massiv belasten. "Die Streiks der Lokführergewerkschaft GDL haben uns schon bisher weit mehr als 300 Millionen Euro gekostet", sagte der Manager der "Welt". "Was den Gewinn angeht, wird dieses Jahr eine echte Herausforderung für uns." (dpa)
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