Wirtschaftsnotizen

Wirtschaft im Aufwind

Die deutsche Wirtschaft wird die kleine Konjunkturschwäche vom Jahresbeginn schnell hinter sich lassen. Die Bundesbank traut ihr 2015 und 2016 ein kräftiges Wachstum zu. Getrieben von der Kauflust der Verbraucher und dem schwachen Euro, der deutsche Exporte auf den Weltmärkten günstiger macht, werde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr um 1,7 Prozent und im kommenden Jahr um 1,8 Prozent steigen, sagt die Bundesbank in ihrer am Freitag in Frankfurt veröffentlichten halbjährlichen Prognose voraus. Auf einen guten Start ins zweite Quartal deutet der Auftragseingang der Industrie im April hin. Wie das Statistische Bundesamt berichtete, sind die Bestellungen im Monatsvergleich um 1,4 Prozent gestiegen. (dpa)

Kabelbranche vor Umbruch

In der Kabelbranche bahnt sich eine Neuordnung an. Das britische Telekomunternehmen Vodafone verhandelt mit dem US-Kabelkonzern Liberty Global über den Austausch einiger Sparten. Über eine Fusion der Unternehmen werde aber nicht gesprochen, teilte Vodafone am Freitag mit. Um welche Sparten es sich handelt, ließ Vodafone unerwähnt. Der US-Medienunternehmer John Malone, der Liberty Global kontrolliert, hatte gesagt, dass Vodafone zu seinem Unternehmen passen würde. Unter anderem in Deutschland würden sich die Kabelgeschäfte der Unternehmen ergänzen. Vodafone hält die Mehrheit an Kabel Deutschland, zu Liberty Global gehört der Kabelnetzbetreiber Unitymedia. (dpa)

Opec lässt Öl sprudeln

Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) hält an ihrer Förderpolitik fest. Die Ölmenge von 30 Millionen Barrel am Tag (je 159 Liter) bleibe unverändert, teilte der saudische Ölminister Ali al-Naimi am Freitag in Wien nach einer Sitzung des Ölkartells mit. Trotz vergleichsweise niedriger Ölpreise hatte die Opec seit einem halben Jahr an der Strategie festgehalten, den Preis nicht durch eine Verringerung des Angebots anzuheben. Mit dem derzeitigen Preis von rund 60 Dollar pro Barrel will sie das Schieferöl aus den USA und Kanada aus dem Markt drängen. (dpa)

Auch Guindos kandidiert

Der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos will dem Niederländer Jeroen Dijsselbloem das Amt des Vorsitzenden der Euro-Gruppe streitig machen. Wie am Freitag aus dem Wirtschaftsministerium verlautete, wird Madrid demnächst in Brüssel offiziell die Kandidatur des

Luis de Guindos. Bild: dpa
55-jährigen konservativen Politikers präsentieren. Zuvor hatte der niederländische Finanzminister Dijsselbloem bekanntgegeben, dass er sich für eine zweite Amtsperiode als Chef der Eurogruppe bewerben werde. Der 49-jährige Sozialdemokrat wurde 2013 zum Vorsitzenden der Euro-Gruppe ernannt. Seine Amtszeit läuft zum 21. Juli ab. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich bereits früher für de Guindos ausgesprochen. (dpa)
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