Wirtschaftsnotizen

Razzia bei Deutscher Bank

Ermittler haben am Dienstag mehrere Büros der Deutschen Bank durchsucht. Anlass waren nach Angaben der Bank Geschäfte einzelner Kunden. "Es sind keine Mitarbeiter der Bank beschuldigt", sagte ein Konzernsprecher in Frankfurt. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt bestätigte die Durchsuchungen, wollte sich zu Details aber nicht äußern. Medienberichten zufolge geht es um Steuerbetrug durch sogenannte Cum-Ex-Geschäfte. Dabei handelt es sich um den Kauf und Verkauf von Aktien rund um den Dividendenstichtag börsennotierter Unternehmen. Wertpapiere wurden rasch hintereinander zwischen mehreren Beteiligten hin- und hergeschoben. In der Folge wurden mehrfach Bescheinigungen über nicht gezahlte Kapitalertragssteuern ausgestellt. Der Staat soll um Milliarden gebracht worden sein. (dpa)

Modehändler will an Börse

Der Damenmodehändler CBR will noch heuer an die Börse. Die Ausgabe neuer Aktien im Wert von 200 Millionen Euro solle das Unternehmen mit seinen Marken Street One und Cecil für weiteres Wachstum rüsten, teilte CBR Fashion am Dienstag in Celle mit. Bei dem Börsengang will sich der bisherige Hauptgesellschafter, der Finanzinvestor EQT, von Anteilen trennen. Allerdings wolle EQT auch künftig eine "bedeutende Beteiligung" an CBR halten, heißt es in der Mitteilung. CBR erzielte im vergangenen Jahr gut 609 Millionen Euro Umsatz. Der um Sonderfaktoren bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Unternehmenswerte lag bei 105 Millionen Euro. CBR beschäftigt rund 1000 Mitarbeiter. (dpa)

"Grundsolider Unterbau"

Die Automarken sind nach Einschätzung des Beratungsunternehmens Interbrand mit Abstand die wertvollsten in der deutschen Wirtschaft. In der aktuellen Rangliste mit 50 Marken machten sie über 45 Prozent des Gesamtwerts aus. Mercedes-Benz konnte den Spitzenplatz als wertvollste deutsche Marke verteidigen. Mit einem geschätzten Wert von gut 25,4 Milliarden Euro liegt sie knapp vor BMW (25,2 Milliarden Euro). Das geht aus der am Dienstag veröffentlichten Untersuchung hervor. Auf Platz drei sieht Interbrand die Deutsche Telekom mit einem Markenwert von rund 12,9 Milliarden Euro. Auf Platz vier liegt SAP (12,8 Milliarden Euro). Audi (7,3 Milliarden Euro) liegt nun auf Platz sechs hinter Volkswagen (10,2 Milliarden Euro). Die Autoindustrie sei ein "grundsolider Unterbau der deutschen Wirtschaft", sagte Nina Oswald, die Interbrand-Deutschland-Chefin. (dpa)
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