Wirtschaftsnotizen

Gefälschte Rechnungen

Erneut verschicken Betrüger gefälschte Telekomrechnungen. Erhält man eine Mail von Absendern wie "Telekom Deutschland" mit Geldforderungen, sollten keine Links zu anderen Seiten in dem Dokument angeklickt werden, teilte die Telekom mit. Mit einem Mausklick könne Schadsoftware auf den Rechner gelangen. Oder man werde auf eine Seite weitergeleitet, die Daten ausspäht. Bei den Rechnungen, die auch bei Empfängern eingehen, die keine Telekomkunden sind, fehlen die persönliche Ansprache und die Anfang des Jahres von der Telekom eingeführten Sicherheitsmerkmale wie E-Mail-Siegel oder Adressdetails der Kunden im Betreff. Die Telekom erklärt im Internet unter www.telekom.com/sichere-rechnung, wie man echte Rechnungen des Unternehmens anhand ihrer Sicherheitsmerkmale erkennt. (dpa)

Mehr Neuwagen zugelassen

Der Absatz der deutschen Autohersteller brummt. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres wurden nach Angaben des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) vom Donnerstag 3,6 Prozent mehr Neuwagen zugelassen als im Vorjahreszeitraum. "Es wäre nicht verwunderlich, wenn wir am Ende des Jahres eine Drei vor dem Komma bei den Neuzulassungen schreiben", sagte ZDK-Präsident Jürgen Karpinski in Saarbrücken mit Blick auf den erwarteten Gesamtabsatz 2015. Für die gute Konsumstimmung sorgten die durch den Rückgang des Ölpreises gestiegene Kaufkraft und die niedrigen Zinsen. Von den Autoherstellern fordert der VDK höhere Vergütungen für Garantie-Reparaturen. Diese deckten oft nicht einmal die Kosten der Werkstätten. Der Verband vertritt rund 38 500 Kfz-Betriebe mit rund 462 000 Beschäftigten. (dpa)

Darlehensgebühr zulässig

Eine von der Bausparkasse Schwäbisch Hall erhobene Gebühr bei Inanspruchnahme eines Darlehens verstößt nicht gegen das Gesetz. Sie sei üblich und könne verlangt werden, urteilte das Landgericht in Heilbronn und wies eine Klage der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen ab. Die Bausparkasse sehe sich dennoch in ihrer Rechtsauffassung bestätigt, sagte ein Sprecher am Donnerstag. Bei der Klage sei es um Altfälle gegangen. Seit dem Jahr 2000 gebe es nur noch eine Abschlussgebühr. Die Verbraucherschützer hatten moniert, dass durch die Gebühr der Kunde unangemessen benachteiligt werde und dass sie allein den Gewinnzielen der Bausparkasse diene, hieß es in dem veröffentlichten Urteil. (dpa)

Amazon im Visier Brüssels

Die EU-Kommission in Brüssel prüft Vertriebsvereinbarungen für elektronische Bücher, die der Online-Versandhändler Amazon mit Verlagen trifft. Das teilte die Kommission am Donnerstag mit. Mit diesen Vereinbarungen verpflichteten sich die Verlage laut EU-Kommission zum Beispiel, Amazon mindestens ebenso gute Konditionen zu gewähren wie Wettbewerbern. Zudem müsse Amazon informiert werden, wenn Konkurrenten andere oder günstigere Konditionen erhalten. Die Kommission will nun prüfen, ob solche Klauseln den Wettbewerb zwischen E-Book-Händlern beschränken was zu weniger Auswahl für Verbraucher führen könnte. Der Onlinehändler mit Hauptsitz in den USA ist das größte Vertriebsunternehmen für E-Books in Europa. Der Ausgang der Untersuchung sei offen, betonte die EU-Kommission. (dpa)
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