Wirtschaftsnotizen

"Filialsterben bei Banken"

Commerzbank-Chef Martin Blessing sagt seiner Branche ein massives Filialsterben voraus. "Im Moment haben wir über alle Bankengruppen hinweg - also Privatbanken, Volksbanken und Sparkassen - noch rund 35 000 Filialen in Deutschland. Davon wird in den nächsten zehn Jahren nach meiner Überzeugung bis zu einem Drittel schließen", sagte Blessing der "Rheinischen Post". Allerdings bleibe die Geschäftsstelle bei Geldanlage, Altersvorsorge oder Immobilienfinanzierung ein wichtiger Anlaufpunkt für Kunden. (dpa)

Papierindustrie: Neuer Tarif

In der Papierindustrie haben sich die Tarifparteien am Freitagabend in Darmstadt für die rund 50 000 Beschäftigten auf ein Paket geeinigt. Ab 1. Juli 2015 steigen die Löhne und Gehälter um 2,4 Prozent, ab 1. September 2016 erfolgt eine weitere Erhöhung um 2,4 Prozent. Dies teilten die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und die Papier-Arbeitgeber mit. (dpa)

Deutsche Bank: Neuer Ärger

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Millionen-Vergleichs der Deutschen Bank mit den Erben des Medienunternehmers Leo Kirch eingeleitet. Es gehe um den Vorwurf der Untreue, teilte eine Sprecherin der Behörde am Freitag mit. Auslöser sei eine Strafanzeige eines Aktionärs, das Verfahren befinde sich in einem sehr frühen Stadium. Ein Sprecher der Bank erklärte: "Die Deutsche Bank kooperiert vollumfänglich mit der Staatsanwaltschaft." Nach jahrelangen juristischen Auseinandersetzungen um eine Verantwortung der Bank für die Pleite des Kirch-Medienkonzerns 2002 hatte sich das Institut im Februar 2014 mit den Kirch-Erben auf die Zahlung von 925 Millionen Euro geeinigt. (dpa)

Gauck: Erfolgsgeschichte

Bundespräsident Joachim Gauck hat die Sozialpartnerschaft in Deutschland als Erfolgsgeschichte gewürdigt, gleichzeitig aber ihre Modernisierung gefordert. Angesichts dramatischer Verschiebungen und Umbrüchen in der Arbeitswelt müssten Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam

Bundespräsident Joachim Gauck (Mitte) zusammen mit Rainer Dulger, Präsident des Verbands Gesamtmetall, und Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD). Bild: dpa
neue Herausforderungen meistern, sagte er bei einem Festakt zum 125. Jahrestag des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall in Berlin. Demografischer Wandel und digitale Veränderungen stellten die Arbeitswelt vor schwierige Fragen, sagte Gauck. "Wir brauchen mehr Unternehmen, die Pionierarbeit für den Wandel der Arbeitswelt leisten", betonte er. Auch Beschäftigte mit geringer Qualifikation müssten unter den Bedingungen der "Industrie 4.0" eine Zukunft haben. Weiterbildung für ältere Beschäftigte sei ebenso notwendig wie die bessere Integration ausländischer Mitarbeiter. (dpa)
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