Wirtschaftsnotizen

Tarifrunde für Putzkräfte

In Leipzig haben am Dienstag die Tarifverhandlungen für die bundesweit rund 600 000 Gebäudereiniger begonnen. Um die Forderungen zu unterstützen, demonstrierten am Mittag rund 300 Gebäudereiniger in der Innenstadt, sagte ein Sprecher der IG BAU. Die Gewerkschaft fordert ein deutliches Lohnplus, eine Ost-West-Angleichung der Löhne sowie einen Tarifvertrag gegen die Leistungsverdichtung in der Branche. In der untersten Lohngruppe solle der Stundenlohn um 80 Cent auf 10,35 Euro in Westdeutschland steigen. In den höheren Lohngruppen fordert die Gewerkschaft ein Plus von 6,4 Prozent. (dpa)

"Es wird nicht besser"

Die Milchpreise werden nach Ansicht des größten deutschen Molkereikonzerns DMK in den nächsten Monaten weiter fallen oder sich auf niedrigem Niveau stabilisieren. "Es wird nicht besser dieses Jahr", sagte der Sprecher der Geschäftsführung, Josef Schwaiger, am Dienstag in Bremen. Weltweit steigen die Milchmengen. Gleichzeitig stagniert die Nachfrage aus China, und wegen der russischen Sanktionen fällt den deutschen Bauern einer der wichtigsten Exportmärkte weg. Der DMK-Umsatz lag 2014 kaum verändert bei 5,3 Milliarden Euro. Der Gewinn sank unter anderem wegen einer Werksschließung im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 9 Millionen auf 42,3 Millionen Euro. (dpa)

Kleinkinder im Blick

Der Spielehersteller Ravensburger setzt auf das Geschäft mit den ganz kleinen Kunden. Mit dem Kauf des schwedischen Spielzeugbauers Brio wolle das Unternehmen stärker den Bereich Kleinkinder und Vorschulkinder

Anfang 2015 hatte Ravensburger den Holzspielzeug-Hersteller Brio übernommen. Archivbld: dpa
erobern, sagte Vorstandsmitglied Clemens Maier am Dienstag in Stuttgart. Ravensburger hatte Brio - bekannt für Holzspielzeug - Anfang des Jahres übernommen. Für 2015 rechnet das Unternehmen (rund 1800 Mitarbeiter) mit weiter steigenden Umsätzen. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent auf 373,2 Millionen Euro gesteigert. Der Gewinn wuchs von 33,2 Millionen auf 37,6 Millionen Euro. (dpa)

Henkel aus dem Rennen?

Der Konsumgüterkonzern Henkel hat den Bieterkampf um den Shampoo-Hersteller Wella Medienberichten zufolge verloren. Demnach soll der amerikanische Parfüm- und Kosmetikkonzern Coty angeblich den Konzern ausgestochen haben. Ein Henkel-Sprecher wollte sich am Dienstag nicht zu dem Bericht äußern und sprach von Spekulationen. Coty soll für das Geschäft, das neben Wella auch noch andere Haarpflege-Marken des Wella-Eigentümers Procter & Gamble (P&G) umfasst, nach einem Bericht der "New York Post" bis zu 12 Milliarden US-Dollar bieten. Dem Konzern waren schon seit längerer Zeit Verkaufsbemühungen für die Haarpflege-Sparte nachgesagt worden. (dpa)
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