Wirtschaftsnotizen

Schiffbruch mit "MS Fürth"

Insgesamt knapp 2,4 Millionen Euro haben 178 Kunden der Fürther Sparkasse verloren, die in eine Schiffsbeteiligung investiert hatten. Die Anteile an dem Containerschiff "MS Fürth" waren im Jahr 2007 von Kunden der Sparkasse gezeichnet worden. Doch durch die Weltwirtschaftskrise fuhr die "MS Fürth" im Juli 2014 in die Insolvenz. Damit ist das von den Anlegern eingebrachte Eigenkapital verloren, wie der Lokalteil von "Nürnberger Nachrichten" und "Nürnberger Zeitung" berichtete. "Das Geld ist definitiv komplett weg", bestätigte Stefan Hertel von der Sparkasse Fürth am Mittwoch. Im Schnitt verlieren die 178 Anleger dadurch 13 000 Euro. Angst vor einer Klagewelle hat die Sparkasse nicht. "Es ist eine Risikoanlage, es gibt eine ganze DIN A4-Seite Risikobeschreibung, die der Kunde unterschreiben muss, und da ist auch explizit das Risiko des Totalverlusts aufgeführt", betonte Hertel. Einzig mit Blick auf die Offenlegung der Provisionszahlungen habe es in einem Fall Versäumnisse gegeben. (dpa)

Bauern fürchten um Ernte

Wegen der geringen Niederschläge in diesem Frühjahr fürchten die deutschen Bauern um ihre Ernte. In weiten Landesteilen habe es von Februar bis Mai zu wenig geregnet, mancherorts sei nur ein Viertel der üblichen Mengen gefallen, sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, am Mittwoch. Betroffen sind demnach vor allem Rheinland-Pfalz, Hessen und der Osten Deutschlands. Dort sind nach Rukwieds Worten auf den Feldern schon Trockenschäden zu beobachten.

In einigen Regionen Deutschlands leiden Natur und Landwirtschaft unter der wochenlangen Trockenheit. Bild: dpa
Für ein abschließendes Bild sei es aber noch zu früh. Nun komme es darauf an, wie sich die zweite Juni-Hälfte entwickle. Im südlichen Bayern und Baden-Württemberg sei hingegen viel zu viel Regen gefallen, im Mai zum Teil das Zwei- oder Dreifache der üblichen Menge. "Dort hatten die Landwirte Probleme beim Heumachen und beim Silieren", berichtete der DBV-Präsident. (dpa)

Verantwortung aufteilen

Volkswagen-Chef Martin Winterkorn hat den Plan für dezentralere Konzernstrukturen vor der Belegschaft bekräftigt. "Wir müssen und wir werden noch mehr Verantwortung in die Marken und Regionen geben", sagte er am Mittwoch bei einer Betriebsversammlung im Wolfsburger Stammwerk. Das berichteten Teilnehmer. Gleichzeitig betonte Winterkorn: "Dieser Konzern braucht auch in Zukunft eine leistungsfähige und starke Zentrale hier in Wolfsburg." VW-Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh sprach ebenfalls von der Notwendigkeit eines Wandels: "Wir brauchen eine neue Balance von Zentralität und Dezentralität." Laut Winterkorn geht es bei dem bis zum Spätsommer angepeilten Konzernumbau um die "richtige Balance zwischen zentraler Führung und noch mehr Eigenständigkeit." (dpa)
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