Wirtschaftsnotizen

Mehr Geld für Tierschutz

Der Deutsche Bauernverband hat Fast-Food-Ketten wie McDonald's oder Burger King aufgefordert, mehr Geld für gute Haltungsbedingungen von Tieren zu investieren. Die Unternehmen sollten sich an der "Initiative Tierwohl" beteiligen, sagte Verbandspräsident Joachim Rukwied der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Dabei erhalten Bauern für verbesserte Haltungsbedingungen im Stall Ausgleichszahlungen aus einem Fonds, den der Lebensmittel-Einzelhandel speist. Mehr Tierschutz in der Landwirtschaft ist aus Sicht des Verbands generell aber nur möglich, wenn auch die Verbraucher bereit sind, mehr für die Produkte zu zahlen. Letztendlich sei der Verbraucher in der Pflicht, sagte Rukwied. (epd/dpa)

Annington kauft weiter ein

Der größte deutsche Wohnungsvermieter Deutsche Annington plant weitere Übernahmen. Der "Welt am Sonntag" sagte Konzernchef Rolf Buch: "Wir schauen uns jedes Portfolio ab 1000 Einheiten an, das in Deutschland auf den Markt kommt, ob es strategisch zu uns passt, und werden weiter zukaufen." Knapp 370 000 Wohnungen besitzt die Deutsche Annington bereits und kommt damit auf einen gut doppelt so großen Bestand wie der Hauptkonkurrent Deutsche Wohnen. Der Übernahmehunger sei nicht gestillt, sagte Buch der Zeitung. "Warum soll ein Wohnungsunternehmen nicht auch eine Million Mieter haben?" (dpa)

Regulierung von Leiharbeit

Bayerns IG Metall dringt auf eine rasche gesetzliche Regelung von Leiharbeit und Werkverträgen. Nur so lasse sich der Missbrauch solcher flexibler Beschäftigungsformen verhindern, sagte der bayerische IG Metall-Bezirksleiter Jürgen Wechsler am Samstag zum Auftakt einer Bezirkskonferenz in Nürnberg. "So oder so muss endlich Schluss sein mit dem Lohndumping durch Leiharbeit und Werkverträge. Wir wollen die Rückkehr zum Normalarbeitsverhältnis - Vollzeit, unbefristet und tarifvertraglich geregelt", sagte er. Unterdessen hat sich der Mitgliederzuwachs bei der bayerischen IG Metall nach Wechslers Angaben auch im vergangenen Jahr fortgesetzt. "Es ist uns zum fünften Mal gelungen, mit einem Plus abzuschließen", sagte er. Ende 2014 hatte die Gewerkschaft 370 000 Mitglieder. Das sei der höchste Stand in den vergangenen fünf Jahren. (dpa)
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