Wirtschaftsnotizen

Beamte als Streikbrecher

In der Tarifauseinandersetzung bei der Post scheint kein Ende in Sicht. Am Donnerstag hat das Arbeitsgericht Bonn auf Antrag von Verdi einen Verhandlungstermin im Streit um den Einsatz von Beamten als Streikbrecher angesetzt. Die Gewerkschaft habe ihren Antrag auf Untersagung dieser Praxis damit begründet, dass in 22 Fällen Beamte gegen ihren Willen auf Arbeitsplätzen von streikenden Beschäftigten eingesetzt worden seien, teilte das Gericht am Donnerstag mit. Verdi hatte schon einmal gegen Beamteneinsätze geklagt. Ende Mai stellte ein Gericht fest, der "zwangsweise" Einsatz von Beamten bei Angestelltenstreiks der Post sei untersagt, freiwillige Einsätze seien aber erlaubt. (dpa)

"Aufholbewegung"

Eine "spürbare Aufholbwegung" beim Umsatz meldete die Greiffenberger AG (Marktredwitz) zur Hauptversammlung am Donnerstag. In den ersten fünf Monaten des Jahres erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 60,2 Millionen Euro, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Minus von 4,9 Prozent. Nach dem ersten Quartal hatte das Minus noch 8 Prozent betragen. "Nach dem frühzeitig absehbaren verhaltenen Start in das laufende Geschäftsjahr gehen wir für das Jahr 2015 insgesamt von einer Rückkehr zum Wachstumskurs aus", so Vorstand Stefan Greiffenberger. (nt/az)

Label zur Lebensdauer

Elektrogeräte sollen nach dem Willen des Umweltbundesamts (UBA) eine Mindestlebensdauer-Kennzeichnung erhalten. "In den allermeisten Fällen ist das lang-lebigere Produkt das umweltfreundlichere", sagte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger am Donnerstag in Berlin. Einen Vorschlag für die Mindestlebensdauer-Kennzeichnung will das Amt nach Abschluss eine Studie vor-

In immer kürzeren Abständen ersetzten die Verbraucher in Deutschland Elektrogeräte. Archivbild: dpa
legen. Das UBA geht auch dem Vorwurf nach, dass Hersteller die Lebensdauer bewusst verkürzen, um schneller wieder Neuware zu verkaufen. Dafür gebe es bislang aber keine Belege. Krautzberger forderte, Hersteller von Smartphones und anderer mobiler Geräte zum Einbau leicht austauschbarer Akkus zu verpflichten. Damit solle die Nutzungsdauer der Geräte verlängert und das Elektroschrott-Aufkommen verringert werden. (dpa)

Meissen: Kurzarbeit

In der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen soll ein Teil der Belegschaft ab 1. Juli in Kurzarbeit gehen. "Entlassungen sind nicht geplant", sagte Geschäftsführer Tillmann Blaschke am Donnerstag. Die Kurzarbeit, die für die Dauer von einem Jahr für 90 Mitarbeiter beantragt wurde, solle genutzt werden, um Geschäftsbereiche neu zu strukturieren. Während Tischgeschirr weniger gefragt sei, verbuche der Bereich "Kunstwerke und Figuren" steigende Auftragseingänge. Derzeit beschäftigt das Unternehmen rund 650 Mitarbeiter. (dpa)
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