Wirtschaftsnotizen

Welle von Übernahmen

Nach Prognosen der Deutschen Bank ist künftig vermehrt mit Übernahmen deutscher Firmen durch Investoren aus dem Mittleren Osten und aus China zu rechnen. "Noch nie war das Interesse an Europa so groß", befand der Investmentbanker Karl-Georg Altenburg, Co-Chef des Bereichs "Corporate Finance" der Bank für Europa, in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "In großer Zahl richtig konkret" werfe vor allem China ein Auge auf mögliche Kandidaten. Engagements von ausländischen Investoren bei großen deutschen Unternehmen sind nicht neu. Drittgrößter Aktionär bei Volkswagen ist mit 17 Prozent der Stimmrechte etwa das Emirat Katar. (dpa)

Real-Runde abgebrochen

Die erste Verhandlungsrunde für einen eigenen Haustarifvertrag bei der Metro-Tochter Real ist am Freitag ergebnislos abgebrochen worden. Das teilte die Gewerkschaft Verdi am Samstag mit. Der Mönchengladbacher Lebensmittelhändler, der rund 38 000 Mitarbeiter beschäftigt, war Mitte Juni aus dem Flächentarifvertrag ausgetreten. Damit standen eigene Verhandlungen für Real an. Verdi lehnt einen Real-Haustarif ab und forderte das Unternehmen erneut auf, zum Flächentarif zurückzukehren. Real hatte den Schritt mit dem scharfen Wettbewerb begründet: "Das Tarifsystem im deutschen Lebensmitteleinzelhandel benachteiligt die tariftreuen Unternehmen", sagte Arbeitsdirektor Jörg Kramer laut einer Mitteilung. (dpa)

Streiks im Einzelhandel

Die Gewerkschaft Verdi setzt im Tarifkonflikt im Einzelhandel weiterhin auf Streiks. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen legten am Samstag erneut zahlreiche Beschäftigte die Arbeit nieder. Ausstände gab es in mehreren Städten - so etwa in Gera und Zeitz bei Kaufland, wie Verdi mitteilte. In Altenburg beteiligten sich Mitarbeiter eines Obi-Marktes, in Dresden streikten unter anderem Beschäftigte von H&M, Esprit und Ikea. Am 15. Juli gehen die regionalen Verhandlungen weiter. Verdi fordert unter anderem eine Erhöhung des Stundenlohnes um 1 Euro. Die Arbeitgeber böten dagegen nur ein Plus von rund 21 Cent, hieß es. (dpa)
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