Wirtschaftsnotizen

Facebook investiert kräftig

Facebook steckt 500 Millionen Dollar in den Bau seines fünften Rechenzentrums. Die riesige Anlage wird in Fort Worth im Bundesstaat Texas angesiedelt, wie Facebook am späten Dienstag mitteilte. Dank neuer Windkraft-Anlagen soll es mit erneuerbarer Energie betrieben werden. Insgesamt habe ein Jahr Facebook-Nutzung den Umwelt-Effekt eines mittleren Latte-Kaffees, versicherte das Unternehmen in einem Blogeintrag. Von Facebooks vier bisherigen Rechenzentren stehen drei in den USA und eins in Schweden. (dpa)

ADAC-Vize tritt zurück

Der ADAC kommt nicht zur Ruhe. Am Mittwoch gab der Automobilclub den Rücktritt seines Vizepräsidenten für Finanzen, Klaus-Peter Reimer, bekannt. Damit habe der 62-jährige Vorsitzende des ADAC Westfalen "auf derzeit laufende Untersuchungen des Compliance-Ausschusses" reagiert. Im Fall Reimer habe es einen Hinweis gegeben, es gehe um Vergabefragen und die Einhaltung von Verfahrensregeln und Richtlinien, sagte ADAC-Sprecherin Marion-Maxi Hartung. Der Compliance-Ausschuss hatte im Juni seine Arbeit aufgenommen. Bisher seien 46 Hinweise auf Regelverstöße eingegangen, in vier Fällen seien solche tatsächlich festgestellt worden. (dpa)

Erneute Pleite für Daimler

Der Autokonzern Daimler hat im Streit mit dem Südwestrundfunk (SWR) über eine Undercover-Reportage zu Niedriglöhnen erneut eine Niederlage einstecken müssen. Auch wenn bei dem Filmdreh das Hausrecht des Konzerns verletzt worden sei, rechtfertige der aufgedeckte Missstand den Eingriff in die Rechte des Unternehmens, sagte Richter Matthias Haag am Mittwoch am Stuttgarter Oberlandesgericht - und wies damit die Berufung des Konzerns gegen ein früheres Urteil des Landgerichts zurück. In dem Verfahren ging es um den 2013 ausgestrahlten Beitrag "Hungerlohn am Fließband", bei dem ein Reporter unter falscher Identität heimlich und mit versteckter Kamera im Daimler-Werk gedreht hatte. Eine Revision ließ das Oberlandesgericht nicht zu. Daimler kündigte eine Nichtzulassungsbeschwerde an. (dpa)

Fraport verkauft Tochter

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport will sich von der Mehrheit seines Frachtabfertigers FCS trennen. In einer strategischen Partnerschaft soll der weltgrößte Frachtabwickler WFS zu einem ungenannten Preis 51 Prozent der Fraport-Tochter übernehmen, wie die beiden Unternehmen am Mittwoch mitteilten. Mit 49 Prozent bleibe man maßgeblicher Anteilseigner bei FCS und setze zur weiteren Entwicklung des Geschäfts auf eine stärkere internationale Ausrichtung, erklärte Fraport. Die FCS wickelt mit rund 600 Mitarbeitern rund ein Fünftel der in Frankfurt anfallenden Fracht ab. (dpa)
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