Wirtschaftsnotizen

GVB: Neue Doppelspitze

Der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) wird künftig von einer Doppelspitze geführt. Nachdem der langjährige Präsident Stephan Götzl wegen der Abrechnung von Reisen und Feiern ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten und zurückgetreten war, berief der Genossenschaftsverband am Montag Götzls Sprecher Jürgen Gros und den Rechtsanwalt Alexander Büchel zu Nachfolgern. Als gleichberechtigte Vorstände sollen sie ab August die Interessen der Mitgliedsunternehmen vertreten und den 281 Volks- und Raiffeisenbanken in Bayern Gesicht und Stimme geben. Der 46-jährige Gros ist seit zehn Jahren für den Verband tätig, seit einem Jahr ist er auch Generalbevollmächtigter. Der 44-jährige Anwalt und Steuerprüfer Büchel arbeitet seit 15 Jahren für den GVB und vertrat die Interessen der Genossenschaften auch in internationalen Gremien. (dpa)

Bauer plant Zukäufe

Die Bauer Media Group ("Bravo") will mit Zukäufen wachsen. Im Rundfunkmarkt habe sie in Skandinavien SBS Discovery Radio für einen zweistelligen Millionen-Betrag übernommen, berichtete Andreas Schoo, Mitglied der Konzerngeschäftsleitung, am Montag in Hamburg. Dadurch sei das Medienhaus mit 100 Radiosendern Marktführer in vier europäischen Ländern. Dieser Geschäftsbereich steuerte 2014 rund 242 Millionen Euro zum Gesamtumsatz von 2,26 Milliarden Euro (2013: 2,3 Milliarden Euro) bei. (dpa)

Terminal frühestens 2022

Staatsgäste werden am künftigen Hauptstadtflughafen frühestens 2022 in einem neuen Regierungsterminal empfangen - elf Jahre später als ursprünglich geplant. Das geht aus dem aktuellen Zeitplan der Betreiber hervor. Sie gehen nach mehreren Verschiebungen von einem Start des neuen Großflughafens im zweiten Halbjahr 2017 aus. "Rund fünf Jahre nach der BER-Inbetriebnahme soll dann der Regierungsflughafen an seinem geplanten Platz seinen Betrieb aufnehmen", teilte die Flughafengesellschaft am Montag mit. Bis dahin braucht das Unternehmen den für politisch-parlamentarischen Flugbetrieb vorgesehen Standort für eigene Zwecke. (dpa)

K+S-Übernahme verhindern

Niedersachsen will mit Hessen und dem Bund eine Übernahme des Kasseler K+S-Konzerns durch den kanadischen Konkurrenten Potash verhindern. Man werde sehen, wie man K+S zur Seite stehen könne, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Montag nach Angaben seines Sprechers, beim Besuch des K+S-Werks Sigmundshall. K+S-Chef Norbert Steiner bekräftigte die Ablehnung der Übernahme-Offerte. "Wir müssen auch die Interessen des Unternehmens und seiner Arbeitnehmer berücksichtigen", sagte er. (dpa)
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