Wirtschaftsnotizen

Cockpit befragt Piloten

Kleine Atempause für die Lufthansa und ihre Passagiere: Die streikfreudige Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit will im langwierigen Tarifkonflikt um die Betriebs- und Übergangsrenten zunächst ihre Mitglieder zum weiteren Vorgehen befragen. Das hat die neu gebildete Tarifkommission der Piloten auf einer viertägigen Klausurtagung beschlossen, wie die Gewerkschaft am Freitag mitteilte. Streiks sind in dem auf mehrere Wochen ausgelegten Kommunikationsprozess zwar nicht grundsätzlich ausgeschlossen, aber auch nicht sehr wahrscheinlich. (dpa)

Ernte auf Hochtouren

Dauerregen, Trockenheit, Hitze: Bayerns Bauern haben in diesem Jahr einmal mehr mit extremen Wetterverhältnissen zu kämpfen. Die Ernte wird voraussichtlich leicht unterdurchschnittlich ausfallen, wie der Bauernverband und das Landwirtschaftsministerium am Freitag bei der Erntefahrt in Haimhausen nahe Dachau berichteten. Im vergangenen Jahr fuhren die Bauern rekordwürdige 7,8 Millionen Tonnen Getreide ein (mehrjähriger Mittelwert: 6,7 Millionen Tonnen). Derzeit sind die Pflanzen im Hitzestress. Zuvor präsentierte sich das Wetter in Bayern zweigeteilt. Im Süden war es im Frühjahr zu nass, im Norden zu trocken. (dpa)

Google begeistert Wall Street

Google hat mit starken Zahlen die Skeptiker an der Wall Street fürs erste verstummen lassen. Die aktuelle Entwicklung bei Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal zeigen, dass im Kerngeschäft mit Online-Werbung noch ordentliche Steigerungen drin sind. Mit dem Sprung von 3,35 auf 3,9 Milliarden Dollar übertraf Googles Gewinn erstmals seit langem wieder die Prognosen der Wall Street. Insgesamt erhöhte der Internetriese seinen Umsatz um elf Prozent auf 17,7 Milliarden Dollar. Finanzchefin Ruth Porat deutete vorsichtig an, dass Google erstmals die Anleger per Dividende oder Aktienrückkauf an seinen Milliarden-Gewinnen teilhaben lassen könnte. Die Börse reagierte: Googles Aktie schoss am Freitag um mehr als 13 Prozent hoch. Damit war Google mehr als 400 Milliarden Dollar wert. (dpa)

Flughafen für 10 000 Euro

Das chinesische Unternehmen Tzaneen International hat den Flughafen von Ciudad Real für eine Summe von 10 000 Euro ersteigert. Der Bau der Anlage hatte 450 Millionen Euro gekostet. Wie die Nachrichtenagentur Efe am Freitag berichtete, war Tzaneen einziger Bieter. Der Flughafen war als erster in Spanien mit privatem Kapital finanziert und 2008 eröffnet worden. Zwei Jahre später war er insolvent. (dpa)
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