Wirtschaftsnotizen

"Tempolimit anheben"

Busreiseveranstalter halten das bestehende Tempolimit auf Autobahnen für Reisebusse von 100 Stundenkilometern nicht mehr für zeitgemäß. Attraktive Programme motivierten die Verbraucher zu einem Umstieg auf ein ökologisches Verkehrsmittel. Ein Heraufsetzen des Tempolimits auf 120 Stundenkilometer erhöhe die Attraktivität des Reisebusses, sagte der Vorsitzende der Gütegemeinschaft Buskomfort (GBK), Hermann Meyering, am Mittwoch in Köln. Im vergangenen Jahr nutzten nach Prognosen des Forschungs- und Beratungsinstitutes IGES rund 20 Millionen Passagiere einen Fernbus, Tendenz weiter steigend. Da stehe ein 30 Jahre altes Tempolimit im krassen Widerspruch zu der Dynamik, die der Busverkehr mittlerweile entfalte, sagte der GBK-Chef. (dpa)

Tchibo: Gewinnrückgang

Beim Kaffeeröster Tchibo sind 2014 Umsatz und Gewinn zurückgegangen. Das Erlösminus von 2,7 Prozent auf 3,47 Milliarden Euro begründete das Hamburger Unternehmen am Mittwoch mit einem schwächeren Gebrauchsartikelgeschäft, Umsatzrückgängen in den Filialen sowie Einbußen im Osteuropa-Geschäft. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) blieb mit 191 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert von 220 Millionen Euro. Tchibo beschäftigte 2014 rund 12 500 Mitarbeiter. (dpa)

Wer ist die Witwe?

Wer nach einer Scheidung die begünstigte Person in seiner Lebensversicherung ändern will, sollte das schriftlich machen. Das zeigt der Fall einer Witwe, die vor dem Bundesgerichtshof (BGH) um die Lebensversicherung ihres verstorbenen Mannes gekämpft hat. Die Frau wehrte sich dagegen, dass die Versicherung nach dem Tod ihres Mannes rund 34 500 Euro an die Ex-Frau des Toten ausgezahlt hat. Die Versicherung war vor der ersten Ehe des Mannes abgeschlossen worden. 1997 erklärte der Mann dann, dass im Falle seines Todes

Wer ist Witwe und bekommt Geld von der Lebensversicherung. Das musste der BGH entscheiden. Bild: dpa
seine verwitwete Ehefrau das Geld bekommen solle - da war er in erster Ehe verheiratet. Als er nach seiner Scheidung wieder heiratete, telefonierte er mit der Versicherung. Er wollte sicher gehen, dass seine neue Frau bei seinem Tod auch das Geld bekommen würde. Doch das reiche nicht aus, entschied der BGH. "Die Änderungen sind durch die telefonische Anfrage nicht wirksam vorgenommen worden", sagte die Vorsitzende Richterin Barbara Mayen. Diese hätten schriftlich erfolgen müssen. Grund für dieses Urteil war die Rechtsprechung des BGH: Danach ist bei Versicherungen derjenige als "verwitweter Ehegatte" anzusehen, mit dem der (verstorbene) Kunde bei Vertragsschluss oder bei der Einsetzung der Bezugsberechtigung verheiratet gewesen war - und das war im Fall die Ex-Frau. (dpa)
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