Wirtschaftsnotizen

Großauftrag aus Belgien

Siemens modernisiert das Eisenbahnnetz in Belgien. Der Konzern erhielt im Konsortium mit Cofely-Fabricom, Infrastruktur-Tochter des französischen Energiekonzerns Engie (vormals GDF Suez), den Auftrag, 2200 Gleis-Kilometer in den nächsten zehn Jahren mit neuer Zugsicherungstechnik auszurüsten. Die Bestellung habe einen Wert von 510 Millionen Euro, teilte Siemens am Dienstag mit. (dpa)

Warnung an die EU

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) droht der EU mit einer Abstufung ihrer Bonitätsnote. Wie S&P mitteilte, wurde der Ausblick von stabil auf negativ gesetzt. Derzeit verfügt die EU über die zweithöchste Kreditnote "AA+". Eine Abstufung sei unter anderem denkbar, wenn ein Mitgliedsland die EU verlasse. In Großbritannien soll 2016 die Bevölkerung über die EU-Mitgliedschaft abstimmen. S&P begründet seine Drohung auch mit dem geplanten Investitionsprogramm. Damit sollen private und öffentliche Investitionen über 315 Milliarden Euro angestoßen werden. Die EU stellt Garantien über 16 Milliarden Euro zur Verfügung. Bei Verlusten hafte die EU vorrangig, so S&P. Zudem verwies die Agentur auf die Bonitätsbewertung von Großbritannien und Frankreich. Hier sei der Ausblick negativ. Auch der jüngste Kredit für Griechenland über 7,2 Milliarden Euro wird als riskant angesehen. (dpa)

Spätehe-Klausel gekippt

Arbeitgeber können nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts eine betriebliche Witwenversorgung nicht von einem Hochzeitstermin vor dem 60. Lebensjahr abhängig machen. Eine solche Klausel in der betrieblichen Hinterbliebenenversorgung hat das Bundesarbeitsgericht gekippt. Diese "Spätehe-Klausel" in einer betrieblichen Versorgungsverordnung stelle eine Diskriminierung wegen des Alters dar und sei damit unwirksam, entschieden die obersten deutschen Arbeitsrichter am Dienstag. Die Richter entschieden anders als die Vorinstanz in München, die die Klage der Witwe auf Zahlungen aus der betrieblichen Altersversorgung ihres Mannes abgewiesen hatte. Das Paar, das bereits seit 1992 zusammenlebte, hatte 2008 geheiratet. Der Mann, der als Arbeitnehmer betriebliche Versorgungsansprüche erworben hatte, war zu diesem Zeitpunkt 61 Jahre alt. Ende 2010 starb er. (dpa)

Boss steigert Ergebnis

Der Modekonzern Hugo Boss hat wegen des günstigen Euro-Kurses und der guten Entwicklung in den eigenen Läden deutlich zugelegt. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal im Vergleich zum Vor-

Mit Artikeln wie Damenhandtaschen will Hugo Boss verstärkt Frauen als Kunden gewinnen. Archivbild: dpa
jahreszeitraum um 16 Prozent auf 647 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Metzingen mitteilte. Das Konzernergebnis wuchs um 13 Prozent auf knapp 71 Millionen Euro. Hugo Boss bekräftigte seine Prognose, dass der Umsatz 2015 währungsbereinigt im "mittleren einstelligen Bereich" steigen soll. (dpa)
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