Wirtschaftsnotizen

KBA reduziert Verluste

Der Würzburger Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer (KBA) hat im ersten Halbjahr mit 427 Millionen Euro knapp 18 Prozent weniger Umsatz gemacht als im Vorjahreszeitraum. Der Auftragseingang legte um ein Drittel auf 608 Millionen Euro zu. Gefragt sind vor allem Druckmaschinen für die Verpackungsindustrie. Das Unternehmen habe im zweiten Quartal einen Gewinn vor Steuern von 6,9 Millionen Euro erwirtschaftet, sagte Vorstandschef Claus Bolza-Schünemann am Dienstag. Dadurch sei es gelungen, den Vorsteuerverlust in Höhe von 17,7 Millionen Euro vom Anfangsquartal auf 10,8 Millionen Euro zur Jahresmitte zu reduzieren. (dpa)

BMW-Stimmrechte geerbt

Bei BMW halten Stefan Quandt und seine Schwester Susanne Klatten nach dem Tod ihrer Mutter Johanna Quandt jetzt 46,8 Prozent der Stimmrechte. Das teilte der Autokonzern am Dienstag in München mit. Johanna

Stefan Quandt und Susanne Klatten zusammen mit ihrer Mutter Johanna Quandt. Diese war vergangene Woche im Alter von 89 Jahren gestorben. Archivbild: dpa
Quandt hatte schon in den Jahren 2003 bis 2008 den größten Teil ihres BMW-Aktienpakets von 16,8 Prozent steuerbegünstigt an ihre beiden Kinder übertragen, aber die Stimmrechte behalten. Stefan Quandt hatte bisher 17,4 Prozent, Susanne Klatten 12,6 Prozent. Am Todestag ihrer Mutter vor einer Woche erbten sie die restlichen Aktien und die Stimmrechte ihrer Mutter "in ungeteilter Erbengemeinschaft", wie BMW mitteilte. (dpa)

Imtech: Zahlungsaufschub

Wegen akuter Finanzierungsprobleme hat der niederländische Gebäudeausrüster Imtech bei einem Gericht die Aussetzung seiner Zahlungsverpflichtungen beantragt. Das teilte der Konzern, dessen deutsche Tochter bereits in der vergangenen Woche Insolvenzantrag gestellt hatte, am Dienstag mit. Das zuständige Distriktgericht in Rotterdam habe den Antrag bewilligt und einen Verwalter für den Konzern eingesetzt. Imtech ist eine der wichtigsten Baufirmen am künftigen Hauptstadtflughafen. Die Auswirkungen der Schwierigkeiten bei Imtech auf die Arbeiten auf der Flughafen-Baustelle waren noch nicht absehbar. (dpa)

Keine Post am Montag?

Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi will die Deutsche Post sich aus der gesetzlichen Verpflichtung, einmal am Werktag Post und Pakete zuzustellen, langsam zurückziehen. "Es droht der Wegfall der Montagszustellung", warnte ein Verdi-Sprecher am Dienstag. Die Post wies dies zurück. "An der Sechs-Tage-Zustellung ändert sich nichts", hieß es. Die "Stuttgarter Nachrichten" hatten berichtet, dass die Post in den Sommerferien am Montag Zustellbezirke zusammenlege und Beschäftigten so die Möglichkeit geben wolle, Überstunden abzubauen oder Urlaub nachzuholen, der im Zuge der Streiks aufgelaufen war. Die Post sprach von einem ganz normalen Vorgehen. (dpa)
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