Wirtschaftsnotizen

Inflation geht zurück

Sinkende Preise für Heizöl sowie Benzin und Diesel haben die Inflation in Deutschland im Juli erneut gedrückt. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes lagen die Verbraucherpreise nur noch um 0,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die Wiesbadener Behörde bestätigte am Donnerstag damit Schätzungen. Im Mai hatte die Inflationsrate noch bei 0,7 Prozent gelegen. Im Juni war die jährliche Teuerungsrate dann auf 0,3 Prozent gesunken. Ohne Energiepreise wäre die Inflationsrate mit 1,0 Prozent deutlich höher ausgefallen. (dpa)

Media-Saturn übernimmt

Europas größter Elektrohändler Media-Saturn will den Installations-, Wartungs- und Reparatur-Dienstleister RTS mit bundesweit 1200 Mitarbeitern übernehmen. Der Vertrag zum Kauf von 90 Prozent der Anteile sei unterzeichnet, über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, teilte Media-Saturn am Donnerstag in Ingolstadt mit. Zur Unterscheidung vom Internet-Handel werde der Service für Media-Saturn immer wichtiger, sagte der stellvertretende Konzernchef Pieter Haas. Zu RTS gehören die Kundendienstleister Profectis und Tec-Repair. RTS in Wolnzach bei Ingolstadt erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 136 Millionen Euro. Firmengründer Josef Raith will zehn Prozent der Anteile behalten. (dpa)

Air Berlin vor Umbau

Die hoch verschuldete Fluggesellschaft Air Berlin will Geschäftsmodell und Streckennetz im Herbst neu ausrichten. "Nach dem Sommer geht der Umbau los", kündigte Vorstandschef Stefan Pichler am Donnerstag bei Vorstellung der Halbjahreszahlen an. Zuletzt waren Flüge zusammengelegt und das Management neu aufgestellt worden. Jetzt könne es zu Streckenstreichungen kommen, kündigte Pichler an. Im ersten Halbjahr hatte die Fluggesellschaft erneut rote Zahlen eingeflogen. Unter dem Strich stand

Stefan Pichler. Archivbild: dpa
ein Minus von 247,6 Millionen Euro - nach rund 200 Millionen im Vorjahreszeitraum. Der operative Verlust (Ebit) fiel mit 175,8 Millionen Euro um sieben Prozent geringer aus als in der ersten Hälfte 2014. Deutschlands zweitgrößte Airline hält sich seit langem nur dank millionenschwerer Finanzspritzen ihrer arabischen Großaktionärin Etihad in der Luft. (dpa)

Korrektur

Im gestrigen Bericht "Höchste Beschäftigtenzahl seit 23 Jahren" zur wirtschaftlichen Lage der Oberpfälzer Metall- und Elektro-Industrie hieß es im zweiten Absatz: "Bereits 2014 waren die Exporte der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie um 15,3 Prozent gefallen, in der ersten Hälfte 2015 waren es weitere 48 Prozent." Diese Zahlen beziehen sich speziell auf die Ausfuhr nach Russland, nicht wie missverständlich angenommen werden kann, auf den allgemeinen Export der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie. (ehi)
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