Wirtschaftsnotizen

Gas als Stromspeicher

Der Energieversorger RWE hat am Montag eine Anlage zur Speicherung von Wind- und Sonnenstrom in Betrieb genommen. Die Pilotanlage in Ibbenbüren im Münsterland wandelt Strom in Wasserstoff um. Das Gas kann gespeichert und bei Bedarf in einem Blockheizkraftwerk wieder zu Strom gemacht werden. Das Verfahren könne "eine Schlüsselrolle für die Energiewende einnehmen", sagte der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD). Die stark schwankende Stromproduktion der Wind- und Sonnenkraftanlagen ist eines der Kernprobleme der Energiewende. Techniken zur Strom-Speicherung werden dringend benötigt. (dpa)

Handwerk hinkt hinterher

Die Entwicklung des deutschen Handwerks ist im vergangenen Jahr hinter dem gesamtwirtschaftlichen Wachstum zurückgeblieben. Einem gesamtwirtschaftlichen Plus von 3,4 Prozent habe 2014 ein Umsatzzuwachs von lediglich 2,4 Prozent beim sogenannten zulassungspflichtigen Handwerk gegenübergestanden, berichtete das Wirtschaftsforschungsinstitut RWI an Montag in Essen. Bei zulassungspflichtigen Handwerksbranchen wie etwa Friseuren ist ein Befähigungsnachweis wie etwa ein Meisterbrief zwingend vorgeschrieben. Das zulassungsfreie Handwerk wie etwa Uhrmacher habe dagegen um 2,9 Prozent zulegen können, hieß es. (dpa)

Japan schwächelt

Die Konjunkturabkühlung in China schlägt auf die japanische Wirtschaft durch: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt schrumpfte im zweiten Quartal um eine hochgerechnete Jahres-rate von 1,6 Prozent. Das teilte die Regierung in Tokio am Montag mit. Der Exportmotor kam ins Stottern, die Ausfuhren nach China sanken erstmals seit sechs Quartalen. Zudem schwächelte der Privatkonsum. Im Vorquartal

Die Auswirkungen der schwächeren Konjunktur in China bekommt auch der Nachbar Japan zu spüren. Archivbild: dpa
hatte Japans Wirtschaft noch um eine Jahresrate von 4,5 Prozent zugelegt. Im Vergleich zum vorangegangenen Vierteljahr schrumpfte die Wirtschaft im zweiten Quartal um 0,4 Prozent. Der Privatkonsum, der zu rund 60 Prozent zur Wirtschaftsleistung Japans beiträgt, schwächte sich um real 0,8 Prozent ab. (dpa)

Freie Tankstellen verärgert

Der Spritpreisvergleich über die seit 2013 bestehende Markttransparenzstelle benachteiligt aus Sicht des Bundesverbands Freier Tankstellen (BFT) kleinere Anbieter. Ziel der Einrichtung sei es gewesen, Preisschwankungen zu minimieren, sagte BFT-Chef Thomas Grebe dem "Tagesspiegel". Das Gegenteil sei eingetreten. Und die häufigen Preisänderungen stellten viele Anbieter vor Herausforderungen. Kleine Betriebe, die sich keine zentrale EDV leisten könnten, könnten "der hohen Schrittgeschwindigkeit der Konzerne nicht folgen", sagte Grebe. Der BFT steht nach eigenen Angaben mit seinen Mitgliedern für rund 15 Prozent des deutschen Marktes. (dpa)
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