Wirtschaftsnotizen

"Interner Systemfehler"

Drei Millionen Internetkunden des Kabelnetzbetreibers Unitymedia sind am Donnerstagmorgen für mehrere Stunden nicht ins Netz gekommen. Nach ersten Erkenntnissen sorgte ein "interner Systemfehler" für einen Totalausfall in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg, sagte ein Unternehmenssprecher. Betroffen waren Internetverbindungen, Telefonanschlüsse und webbasierte Dienste wie Video-On-Demand zwischen 5.30 und 8.30 Uhr. (dpa)

Bier-Streit geht weiter

Im Streit darüber, ob eine Brauerei aus dem Allgäu ihr Bier als "bekömmlich" bewerben darf, ist am Donnerstag vor dem Landgericht Ravensburg noch keine Entscheidung gefallen. Der Berliner Verband Sozialer Wettbewerb (VSW) vertritt die Auffassung, dass der Begriff die Gefahren des Trinkens von Alkohol verschweigt und eine Verbesserung des Gesundheitszustands suggeriert. Der VSW hatte deshalb eine einstweilige Verfügung gegen die Brauerei Härle aus Leutkirch erwirkt und die Werbung mit dem Begriff untersagt. Aus Sicht von Härles Rechtsanwalt Roland Demleitner verweist das Adjektiv "bekömmlich" auf einen gesundheitlichen und qualitativen Vorteil des Biers. Das Wort selbst werde seit Jahrzehnten in der Brauereibranche verwendet. (dpa)

Gerry Weber zückt Rotstift

Die Modekette Gerry Weber plant angesichts schwacher Geschäfte den Abbau von Arbeitsplätzen und schließt dabei auch Kündigungen nicht aus. Wie Vorstandschef Ralf Weber dem "Manager Magazin" sagte, solle die Zahl von derzeit 7000 Beschäftigten sinken. Dafür werde das Unternehmen aus Halle in Westfalen etwa auslaufende Verträge nicht verlängern und offene Stellen nicht wieder besetzen. Zum Ausmaß des Abbaus machte Weber keine Angaben. (dpa)

Bereits geschluckt

Unmittelbar nach der US-Zulassung der Lustpille für die Frau wird deren Hersteller vom kanadischen Pharmakonzern Valeant übernommen. Das Unternehmen zahlt laut Mitteilung für den US-Hersteller Sprout Pharmaceuticals mit 34 Mitarbeitern rund eine Milliarde US-Dollar in bar. Der Betrag kann noch ansteigen, wenn bestimmte Erfolgsschritte, sogenannte Meilensteine, erreicht werden. Die Arzneibehörde FDA in Washington hatte am Dienstag mit dem Mittel Flibanserin zum ersten Mal ein luststeigerndes Präparat für Frauen als Medikament zugelassen, das unter dem Namen Addyi auf den Markt kommen soll. In den USA will Valeant das Produkt im Laufe des vierten Quartals in den Verkauf bringen. (dpa)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.