Wirtschaftsnotizen

Fair gehandeltes Gold

Bis Ende des Jahres soll es in Deutschland fair gehandeltes Gold zu kaufen geben. "In der Schweiz und in England ist es bereits auf dem Markt, und wir wollen in Deutschland auch eine entsprechende Lieferkette aufbauen", sagte Claudia Brück von Fairtrade Deutschland am Freitag. Bereits zertifiziert seien zwei Goldminen in Peru, die als Kooperativen arbeiteten. Zudem seien sieben Minen in Ostafrika kurz davor, den Antrag für das Siegel zu stellen. Für fair gehandeltes Gold sollen die Schürfer 95 Prozent des Londoner Goldpreises (am Freitag 1159 Dollar pro Feinunze) erhalten, wie das Magazin "Der Spiegel" in seiner neuen Ausgabe berichtet. "Derzeit bekommen sie etwa ein Drittel", sagte Brück. Dazu komme die im Fairen Handel übliche Zusatzprämie für Gemeinschaftsprojekte. Die Arbeitsbedingungen würden kontrolliert ebenso wie der Umgang mit Chemikalien. (epd)

Handel: Pakete fehlen

Gut sechs Wochen nach dem Ende des Poststreiks klagen Online-Händler immer noch über nicht ausgelieferte Pakete. In einer Umfrage unter 120 Händlern hätten 70 Prozent angegeben, dass Pakete nicht zugestellt oder nicht mehr auffindbar seien, teilte der E-Commerce-Zusammenschluss Trusted Shops GmbH am Freitag mit. Da das Transportrisiko beim

Der Online-Handel beklagt, nach dem Poststreik seien noch nicht alle liegengebliebenen Pakete ausgeliefert worden.       Archivbild: dpa
Händler liege, blieben diese zunächst auf den Kosten sitzen. Eine Postsprecherin wies die Vorwürfe zurück. Die streikbedingten Rückstände bei Briefen und Paketen seien bereits seit mehreren Wochen aufgearbeitet, betonte sie. Sollte es vereinzelt Sendungen geben, die ihren Adressaten noch nicht erreicht haben, sollten die Kunden einen Nachforschungsauftrag stellen. Aufgrund des Streiks waren Millionen Briefe und Pakete liegen geblieben, die danach Schritt für Schritt zugestellt werden mussten. (dpa)

Mehr reguläre Jobs

In Deutschland sind im vergangenen Jahr fast eine halbe Million zusätzliche reguläre Jobs entstanden. Die Zahl der Erwerbstätigen in einem sogenannten Normalarbeitsverhältnis - unbefristet, voll sozialversicherungspflichtig mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von mehr als 20 Stunden - sei um rund 452 000 auf 24,5 Millionen gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Hauptgrund ist der Anstieg der Beschäftigten mit einem Teilzeitjob von mehr als 20 Stunden um 12,3 Prozent auf 3,2 Millionen. Hier sind Frauen überrepräsentiert. Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten erhöhte sich um rund 0,5 Prozent auf 21,3 Millionen. Die Zahl der sogenannten atypisch Beschäftigten sank 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 132 000 Personen auf 7,5 Millionen. Dazu zählen befristet Beschäftigte, Teilzeit mit bis zu 20 Wochenstunden, geringfügig Beschäftigte sowie Zeitarbeiter. Damit habe sich der seit 2012 beobachtete Rückgang fortgesetzt, erklärten die Statistiker. (dpa)
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