Wirtschaftsnotizen

Sorge um "Crowdworker"

Die IG Metall will sich für die Interessen von "Crowdworkern" einsetzen. Diese formal Selbstständigen holten sich ihre Aufträge auf Internetplattformen, sagte Gewerkschafterin Christine Thomas den "Nürnberger Nachrichten". Viele dieser Solo-Unternehmer arbeiteten zu extrem schlechten Bedingungen, betonte Thomas, die für den IG-Metall-Vorstand das Thema Digitalisierung der Arbeit betreut. Auf dem Gewerkschaftstag im Oktober solle die Satzung so geändert werden, dass auch solche Solo-Selbstständigen in der IG Metall aufgenommen werden können. "Wir schätzen, dass es in Deutschland eine Million Crowdworker gibt. Für sie haben wir www.faircrowdwork.org freigeschaltet." Thomas spricht vom "digitalen Prekariat". (dpa)

Mehr Zeitarbeiter

Die Zahl der Zeitarbeitnehmer in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie ist im ersten Halbjahr auf rund 35 000 gestiegen. Verbands-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt sagte, viele hätten gute Chancen auf eine Festanstellung: Seit Januar habe jeder zweite Betrieb Zeitarbeitnehmer in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen. "Insgesamt wurden in den Betrieben knapp zwölf Prozent der Zeitarbeitnehmer fest angestellt." Die

Bertram Brossardt. Bild: dpa
Unternehmen setzten Zeitarbeitnehmer ein, um Auftragsspitzen abzufedern, sagte Brossardt. Die IG Metall erklärte, dank der Tarifverträge würden zwar etliche Leiharbeiter übernommen. Aber jeder neunte Arbeitnehmer sei weiter in unsicheren Arbeitsverhältnissen. Das müsse zurückgestutzt werden, sagte Sprecher Michael Knuth. Und die Dauer sei zu lang: Wenn sieben Prozent der Zeitarbeiter länger als zwei Jahre in einem Betrieb eingesetzt würden, "dann sind das sieben Prozent zu viel". (dpa)
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