Wirtschaftsnotizen

Daimler: 1500 Stellen weg

Nach einem heftigen Einbruch der Lastwagenverkäufe in Brasilien will Daimler 1500 Jobs in einem Werk nahe Sao Paulo streichen. "Wir müssen kurzfristig für 1500 Mitarbeiter eine Lösung finden", sagte ein Daimler-Sprecher am Montag. Der brasilianische Lkw-Markt sei im ersten Halbjahr um 44 Prozent geschrumpft und der Daimler Lastwagen-Absatz in einer ähnlichen Größenordnung. Michael Brecht, Gesamtbetriebsratschef und Vorsitzender der Weltarbeitnehmervertretung der Daimler AG, forderte die Unternehmensleitung auf, die Kündigungen zurückzunehmen. "Es muss ein Kompromiss gefunden werden, der für die Belegschaft und das Unternehmen gleichermaßen tragbar ist." Seit Anfang des Jahres wird verhandelt. Daimler habe den Mitarbeitern zeitweise Arbeitszeitkürzungen und Gehaltsreduzierungen angeboten, die die Mitarbeiter aber abgelehnt hätten. (dpa)

Grünes Licht für Fusion

Der Fusion des Münchener Panzerbauers Krauss-Maffei Wegmann (KMW) mit seinem französischen Konkurrenten Nexter zu einem neuem Rüstungsriesen steht aus Sicht der Kartellbehörden nichts im Wege. Es gebe auch nach der Fusion eine hinreichend große Anzahl von Wettbewerbern aus dem In- und Ausland mit vergleichbaren Angeboten, teilte das Bundeskartellamt am Montag in Bonn mit. Durch den Zusammenschluss wollen KMW und Nexter zum führenden europäischen Rüstungsanbieter mit gut 6000 Beschäftigten und zwei Milliarden Umsatz aufrücken. (dpa)

Bahn übernimmt Linien-Bus

Mit der kompletten Übernahme der Berlin Linien Bus GmbH (BLB) will die Deutsche Bahn ihr Fernbusgeschäft stärken. Sie habe sämtliche Anteile an der Busgesellschaft gekauft, die ihr noch nicht gehörten, teilte der bundeseigene Konzern am Montag in Berlin mit. Bislang hielt die Bahn über ihre Tochter BEX 65 Prozent des BLB-Stammkapitals. Nun erwarb sie vom Busbetreiber Haru-Reisen die übrigen 35 Prozent. Über die Investitionssumme sei Stillschweigen vereinbart worden, hieß es. (dpa)

Einheitliche Auto-Daten

Daimler, Audi und BMW könnten sich mit dem Kauf des Nokia-Kartendienstes Here auch eine Schlüsselposition beim Datenfluss zwischen vernetzten Fahrzeugen sichern. Ein von Here entwickeltes Schnittstellen-Format könnte die Grundlage für eine branchenweit einheitliche Lösung bilden. Darüber sei Ende Juli bei einem Treffen von 16 Autoherstellern Zulieferern und Systemlieferanten gesprochen worden, wie Here am Montag mitteilte. Die Teilnehmer des Treffens seien sich einig gewesen, dass die Branche ein einheitliches Format für die Übermittlung von Daten aus Sensoren eines Fahrzeugs an die Cloud brauche, hieß es. (dpa)
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