Wirtschaftsnotizen

Weniger Insolvenzverfahren

Die Zahl der Insolvenzverfahren in Bayern ist im ersten Halbjahr 2015 zurückgegangen. An den Insolvenzgerichten seien in den ersten sechs Monaten 7166 Verfahren beantragt worden, teilte das Statistische Landesamt am Donnerstag in Fürth mit. Das entspreche einem Rückgang um 8,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr. Beantragt wurden 1437 Unternehmens- und 4067 Verbraucherinsolvenzverfahren. Die Gläubigerforderungen je Unternehmensinsolvenzverfahren betrugen den Angaben nach durchschnittlich knapp 820 000 Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es noch etwa 1,63 Millionen Euro. Bei Verbraucherinsolvenzverfahren betrug die Forderung jeweils knapp 58 000 Euro und lag damit leicht unter dem Vorjahreswert. (dpa)

ZF legt zu

Der Autozulieferer ZF hat nach dem Kauf von TRW Automotive deutlich zugelegt. Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr 2015 auf rund 12,2 Milliarden Euro. Darin ist der US-Zulieferer TRW seit Mitte Mai mit einem Anteil von fast zwei Milliarden Euro beteiligt. Das teilte ZF am Donnerstag in Friedrichshafen am Bodensee mit. Unter dem Strich stand nach

ZF ist vor allem für Getriebe bekannt. Bild: dpa
den ersten sechs Monaten ein Ergebnis von 711 Millionen Euro, nach 310 Millionen Euro im Vorjahr. Allerdings seien die Halbjahreszahlen nicht mit den Vorjahreswerten vergleichbar, da sie neben dem TRW-Kauf auch vom Verkauf des 50-prozentigen Anteils an ZF Lenksysteme im Januar 2015 beeinflusst seien, sagte Finanzschef Konstantin Sauer. Anfang August hatte ZF angekündigt, wegen hoher Produktionskosten den Rotstift zu zücken. Von den Sparplänen betroffen wären die Standorte Schweinfurt (Unterfranken), Eitorf (Nordrhein-Westfalen) und Ahrweiler (Rheinland-Pfalz) und die dortige Produktion konventioneller Stoßdämpfer, wie die "Stuttgarter Zeitung" berichtete. (dpa)

Wettbewerb behindert

Das Bundeskartellamt hat der Macht der Markenhersteller, den Online-Handel mit ihren Produkten zu beschränken, Grenzen gesetzt. Wenn Markenhersteller ihren Händlern verbieten, Preisvergleichsmaschinen und Verkaufsportale zu nutzen, ist das nach Einschätzung der Wettbewerbsbehörde rechtswidrig. Die Hersteller dürften ihre Macht nicht dazu nutzen, "die Angebotsbreite im Internet und die mit ihr verbundenen preissenkenden Tendenzen zu beseitigen", betonte das Amt am Donnerstag. Es warf dem Sportschuh-Hersteller Asics vor, in der Vergangenheit insbesondere kleinere und mittlere Vertragshändler rechtswidrig eingeschränkt zu haben. So verbot Asics unter anderem seinen Händler, für ihren Online-Auftritt Preisvergleichsmaschinen zu nutzen. Nach Auffassung des Kartellamts dienten diese Verbote der Kontrolle des Preiswettbewerbs. Asics Deutschland hat die beanstandeten Vertriebsklauseln inzwischen geändert. (dpa)
Weitere Beiträge zu den Themen: Nordrhein-Westfalen (2261)August 2015 (7425)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.