Wirtschaftsnotizen

Mindestens 25 Prozent

Die Gläubiger der einst börsennotierten Solarfirma Q-Cells werden nach Einschätzung des Insolvenzverwalters Henning Schorisch mindestens 25 Prozent ihrer Forderungen erfüllt bekommen. Dies teilte ein Sprecher am Freitag mit. Die Gesamthöhe der Forderungen liege bei mehr als einer Milliarde Euro. Am Vortag hatte in Bitterfeld-Wolfen die abschließende Gläubigerversammlung stattgefunden. Nach der Pleite im Jahr 2012 hatte der koreanische Konzern Hanwha die Produktion und Entwicklung von Solarzellen übernommen. Die neue Firma arbeitet unter dem Namen Hanwha Q-Cells. Die Produktion wurde ins Ausland verlegt, Forschung und Entwicklung sind aber weiter in Bitterfeld-Wolfen angesiedelt. Anhängig sind derzeit noch Klagen des Insolvenzverwalters gegen ehemalige Manager und Berater von Q-Cells auf Schadenersatz. (dpa)

Briten warten auf Gehalt

Wegen einer technischen Panne müssen derzeit Zehntausende britische Kunden der Großbank HSBC auf ihre Gehaltsüberweisung warten. Rund 275 000 Kunden der Bank seien betroffen, wie die Nachrichtenagentur PA am Freitag berichtete. HSBC entschuldigte sich für den Fehler und teilte mit, dass an der Problemlösung gearbeitet werde. HSBC hat in Großbritannien rund 16 Millionen Kunden. Mitte Juni waren wegen eines IT-Fehlers rund 600 000 Gehaltszahlungen auf Konten der Royal Bank of Scotland (RBS) nicht angekommen. Damals dauerte es mehrere Tage, bis das Geld bei den Kunden landete. (dpa)

Bosch: Werk in Mexiko

Boschs Heizungssparte Thermotechnik hat ihre erste Produktion in Mexiko eröffnet. In Tepotzotlán nördlich von Mexico City produziert der Konzern Gas-Durchlauferhitzer für den lateinamerikanischen Markt. Das teilte das Unternehmen mit. Bis 2016 sollten dort 100 Mitarbeiter beschäftigt sein. Zunächst würden fünf Millionen Euro in den Standort investiert, weil die Produktion in ein bestehendes Gebäude einziehe. Die Thermotechnik-Sparte ist für etwa sechs Prozent der Umsätze des Konzerns verantwortlich. Bosch hat in verschiedenen Geschäftsbereichen in den vergangenen zehn Jahren mehr als 400 Millionen Euro in Mexiko investiert und beschäftigt dort mehr als 12 300 Mitarbeiter. (dpa)
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