Wirtschaftsnotizen

Schnelleres Wachstum

Die Wirtschaft in den Euro-Ländern ist im ersten Halbjahr stärker gewachsen als zunächst bekannt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der 19 Staaten mit Gemeinschaftswährung sei im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 0,4 Prozent gestiegen, teilte die Statistikbehörde Eurostat am Dienstag in einer zweiten Berechnung in Luxemburg mit. Zunächst hatten die Statistiker 0,3 Prozent ausgerechnet. Auch für den Jahresbeginn korrigierte das Statistikamt rückwirkend seine Zahlen nach oben. Demnach legte die Konjunktur im ersten Quartal um 0,5 Prozent statt bislang berechneten 0,4 Prozent zu. Die Entwicklung in den einzelnen Staaten war dabei sehr unterschiedlich. Spanien erzielte ein besonders starkes Plus mit 1,0 Prozent. Deutschland lag mit 0,4 Prozent Wachstum im mittleren Bereich, während die Wirtschaft in Frankreich stagnierte. Das Euro-Sorgenkind Griechenland schaffte ein gutes Plus von 0,9 Prozent. (dpa)

Starkes Auslandsgeschäft

Dank eines kräftig anziehenden Auslandsgeschäfts ist die deutsche Elektroindustrie mit einem Bestellplus ins zweite Halbjahr gestartet. Der Auftragseingang legte im Juli im Vergleich zum Vorjahr um 6,5 Prozent zu, wie der Branchenverband ZVEI am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Dabei orderten ausländische Kunden 14,9 Prozent mehr Waren "Made in Germany" als vor einem

Auch Hausgeräte aus Deutschland (im Bild der Stand von Miele auf der IFA) sind international gefragt. Bild: dpa
Jahr. Aus dem Inland gingen hingegen 2,8 Prozent weniger Aufträge bei den Betrieben mit insgesamt 844 000 Beschäftigten ein. "Damit bleibt die Bestelltätigkeit insgesamt aufwärtsgerichtet", sagte ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann. Denn im ersten Halbjahr 2015 übertrafen die Auftragseingänge ihren Vorjahreswert um 6,8 Prozent. Der Branchenumsatz erhöhte sich in den ersten sieben Monaten des Jahres um 4,1 Prozent auf 101,2 Milliarden Euro. Während die Inlandserlöse leicht auf 48,5 Milliarden Euro sanken, kletterten die Auslandserlöse um 8,8 Prozent auf 52,7 Milliarden Euro. (dpa)

GE macht Zugeständnisse

Der US-Konzern General Electric (GE) muss für die Übernahme der Energiesparte des französischen Konzerns Alstom Zugeständnisse machen. GE werde Teile der Hochleistungsgasturbinen-Sparte von Alstom an das italienische Unternehmen Ansaldo weiterverkaufen, teilte die EU-Kommission am Dienstag mit. Ansaldo werde somit als Konkurrent gestärkt. Unter dieser Auflage genehmigten Europas oberste Wettbewerbshüter die Übernahme. Die EU-Behörde hatte Bedenken, weil GE mit der Übernahme einen seiner wichtigsten internationalen Konkurrenten verliert. Zudem muss Alstom unter anderem die Technologien für zwei Arten von Hochleistungsgasturbinen verkaufen sowie eine "große Zahl" von Ingenieuren abgeben, die die Technologie weiterentwickeln werden. (dpa)
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