Wirtschaftsnotizen

App und Akkus

Mit einer neu entwickelten Rasenmäher-App will der Technologiekonzern Bosch seine Marktposition bei Gartengeräten stärken. Die Software wird künftig mit Wetterdienst-Daten gespeist. Je nach Wetter stellt sich der selbst fahrende Rasenmäher dann automatisch aus oder er startet. Der Chef der Bosch-Sparte Power Tools, Henning von Boxberg, legte am Donnerstag Zahlen vor, denen zufolge Boschs Umsatz mit Gartengeräten 2014 um zehn Prozent auf 277 Millionen Euro gestiegen war. Bereits seit Anfang

Henning von Boxberg, Chef des Geschäftsbereichs Bosch Power Tools. Bild: dpa
2015 verkauft Bosch autonome Rasenmäher, die mit einer App steuerbar sind, bisher haben sie aber keine Wetterdaten. Wie viele dieser Exemplare verkauft wurden, konnte der Manager aufgrund des noch laufenden Geschäftsjahrs 2015 nicht sagen. Zudem drängt Bosch in den Bereich großer, gewerblich genutzter Gartengeräte, etwa zur Pflege öffentlicher Parks. Dort werden bisher mit Benzin betriebene Maschinen genutzt, Bosch setzt auf Akku-Geräte. Dadurch werde der Lärm mindestens halbiert und die Vibration sinke deutlich, sagte von Boxberg. (dpa)

Alnatura bei Edeka

Nach dem Bruch mit seinem langjährigen Großkunden "dm" hat der Bio-Händler Alnatura Ersatz gefunden: Von Oktober an werden große Teile des Sortiments auch in Filialen der Supermarktkette Edeka angeboten. Das teilten beide Unternehmen am Donnerstag mit. Der Bio-Händler mit Sitz in Bickenbach (Hessen) will durch die neue Partnerschaft die Zahl seiner Verkaufsstellen im Vergleich zum Jahresbeginn verdoppeln. Edeka reagiere mit der Vereinbarung mit Alnatura auf die immer stärkere Nachfrage nach Bio-Produkten, erklärte Unternehmenschef Markus Mosa. Der Umsatz von Alnatura lag zuletzt bei rund 689 Millionen Euro. Alnatura hatte sich angesichts drohender Umsatzausfälle um eine Alternative bemüht, "dm" setzt bei Bio-Lebensmitteln künftig auch auf eine Eigenmarke. (dpa)

Filiale kopiert

Einem Bericht der "Wirtschaftswoche" zufolge ist eine komplette Filiale der Drogeriekette "dm" in China nachgebaut worden. Die Kopie des Ladengeschäfts stehe in einem Shoppingcenter in Shenyang. Über dem Eingang leuchte das Unternehmenslogo, auf dem Schaufenster stehe auf Deutsch der Werbeslogan der Drogeriekette. Er habe von der Nachbildung bis vor wenigen Tagen nichts gewusst, sagte "dm"-Chef Erich Harsch am Donnerstag. "Wir betreiben keine Märkte in China, auch eine Genehmigung, Drogeriemärkte mit dem Logo in China zu betreiben, ist nicht erfolgt." Ob sein Unternehmen gegen das Plagiat vorgehe, sei noch offen. Es sei kein Zufall, dass ausgerechnet die Drogerie in China kopiert werde, so die "Wirtschaftswoche". Die Marke sei vielen Chinesen ein Begriff. Händler und Touristen deckten sich bei Reisen nach Deutschland oft dort mit Milchpulver ein. (dpa)
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