Wirtschaftsnotizen

Neue Chefs für BMW-Werke

Beim Autobauer BMW dreht sich das Personalkarussell. Zum 1. Dezember übernehme der 46-jährige Milan Nedeljkovic die Leitung des Münchener Stammwerks, teilte BMW am Montag mit. Er wird Nachfolger von Hermann Bohrer, der zum neuen Werk in San Luis Potosi in Mexiko wechseln wird. Bis zum Jahr 2018 investiert der Autobauer 700 Millionen Euro in den Münchener Produktionsstandort, in dem unter anderem der 3er gebaut wird. Nedeljkovic hatte bislang das Werk in Leipzig geleitet. Dort rückt der 50-jährige Hans-Peter Kemser als neuer Werksleiter nach, der bislang für die Montage des Mini in Oxford verantwortlich war. Größter Standort von BMW in Deutschland ist Dingolfing (rund 17 500 Beschäftigte). Weitere Werke hat der Autobauer in Regensburg und Landshut. In Berlin ist die Motorrad-Fertigung angesiedelt. (dpa)

Bauern halten Minister auf

Aus Protest gegen die niedrigen Milchpreise haben Bauern mehrere EU-Agrarminister im Norden Luxemburgs aufgehalten. Etwa 60 Landwirte blockierten am Montag mit Fahrzeugen die Zufahrtsstraßen des Kalborn. Die Abfahrt von 16 Ministern und Staatssekretären sowie ihrer Mitarbeiter verzögerte sich dadurch

Der luxemburgische Agrarminister Fernand Etgen (Mitte) und seine niederländische Kollegin Sharon Dijksma im Gespräch mit Landwirten. Bild: dpa
um fast zwei Stunden. Vor allem die niederländische Ministerin Sharon Dijksma diskutierte in dieser Zeit mit den Landwirten über deren Sorgen und Forderungen. Die Minister waren zu einem informellen Treffen zusammengekommen. Vor der Sitzung standen Besuche landwirtschaftlicher Einrichtungen auf dem Programm. Viele Bauern in Europa beklagen aus ihrer Sicht ruinös niedrige Milchpreise. Die Landwirte vor Ort forderten die Umsetzung von Vorschlägen des European Milk Board. Diese sehen zum Beispiel eine Begrenzung der Milchmenge bei starkem Überangebot vor. (dpa)

Rewe wächst mit Touristik

Die Kölner Handels- und Touristikgruppe Rewe hat mit der Übernahme des europäischen Reiseveranstalter-Geschäfts des Schweizer Kuoni-Konzerns ihre Tourismussparte weiter ausgebaut. Der Zusammenschluss sei nach der Zustimmung der Kartellbehörden nun vollzogen worden, berichtete ein Sprecher am Montag in Frankfurt. Ein Personalabbau unter den 2300 Kuoni-Mitarbeitern im Zusammenhang mit der Übernahme sei nicht geplant. Mit insgesamt rund 9400 Mitarbeitern und einem Umsatz von etwa sieben Milliarden Euro ist die Rewe-Gruppe damit weiterhin der zweitgrößte deutsche Reiseanbieter hinter Tui (Umsatz 2013/2014: rund 18,7 Milliarden Euro). Innerhalb der Rewe-Gruppe mit ihren 330 000 Beschäftigten wächst nun die Bedeutung der Touristiksparte. Allerdings macht das Handelsgeschäft weiterhin den Großteil des Gesamtumsatzes von über 50 Milliarden Euro (2014) aus. (dpa)
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