Wirtschaftsnotizen

Wieder Streiks bei Amazon

Beim Online-Versandhändler Amazon wird erneut gestreikt - diesmal in Leipzig fast eine Woche lang. Auch Mitarbeiter in Pforzheim legten am Montag im Dauerstreit um Tarifverhandlungen die Arbeit nieder. Die Gewerkschaft Verdi rechnete damit, dass sich in Leipzig mehr als 400 Mitarbeiter beteiligen werden. Der Ausstand soll dort bis Samstagabend dauern. Die Fronten in dem seit mehr als zwei Jahren andauernden Tarifstreit sind verhärtet. (dpa)

Bayerns Häfen schwächer

An den bayerischen Häfen wurden im ersten Halbjahr 2015 weniger Güter als im Vorjahreszeitraum umgeschlagen. Wie das Landesamt für Statistik am Montag in Fürth mitteilte, sank der Güterumschlag um 17 Prozent auf 3,44 Millionen Tonnen. An der Donau waren die stärksten Häfen Regensburg und Straubing, am Main waren es Aschaffenburg und Lengfurt. (dpa)

Vonovia statt Lanxess

Deutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia ist am Montag in den deutschen Leitindex Dax aufgerückt. Im Gegenzug muss der Kölner Spezialchemie-Konzern Lanxess seinen Dax-Platz nach nur knapp drei Jahren räumen. Das teilte die deutsche Börse mit, die die Entscheidung bereits Anfang September getroffen hatte. Beobachter rechnen dadurch mit mehr Aufmerksamkeit für das bis vor kurzem noch Deutsche Annington genannte Unternehmen. Lanxess wird jetzt im MDax gehandelt. Vonovia mit Sitz in Bochum beschäftigt rund 5900 Menschen und besitzt und verwaltet mehr als 350 000 Wohnungen. (dpa)

Energieträger: Umdenken

Die Subventionierung fossiler Energieträger durch staatliche Institutionen geht zurück. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Montag in Paris vorgestellte Studie der Organisation für europäische wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD). Die Organisation verglich die Lage in 34 OECD-Staaten und sechs Schwellenländern mit Zahlen von 2013. Als Gründe gelten vor allem der niedrige Ölpreis und Entscheidungen vieler Regierungen für eine ökologischere Politik. (dpa)

Kickstarter "gemeinnützig"

Die Online-Finanzierungsplattform Kickstarter, auf der Erfinder und Unternehmer Geld von Nutzern für ihre Ideen sammeln können, rückt den Profit offiziell in den Hintergrund. Das New Yorker Startup ließ sich als "gemeinnütziges Unternehmen" registrieren. Damit verpflichtet sich Kickstarter unter anderem, bei Entscheidungen auch das öffentliche Wohl zu berücksichtigen und regelmäßig über seinen sozialen Effekt zu berichten. Die Grundidee der 2013 eingeführten Rechtsform ist, dass Gewinne für das Unternehmen nur Mittel zum Zweck, aber nicht das eigentliche Ziel sein sollen. Kickstart spendet bereits fünf Prozent des Gewinns und verpflichtete sich, keine legalen Steuer-Schlupflöcher zu suchen. (dpa)
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