Wirtschaftsnotizen

Aral-Chef Brok geht

Der Chef der Tankstellenkette Aral, Stefan Brok (56), verlässt zum Jahresende das Unternehmen. Das teilte die BP-Tochter am Mittwoch in Bochum mit. Gründe für Broks Rückzug wurden nicht genannt. Neuer Aral-Vorstandsvorsitzender wird Patrick Wendeler (44), der seit knapp 20 Jahren im BP-Mutterkonzern arbeitet. (dpa)

Esprit in den roten Zahlen

Probleme in China und das ungewöhnlich warme Wetter hierzulande haben dem Modekonzern Esprit im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/15 schwer zu schaffen gemacht. Die Umsätze knickten in dem Ende Juni abgelaufenen Jahr um fast ein Fünftel auf 19,4 Milliarden Hongkong-Dollar (2,24 Milliarden Euro) ein, wie das Unternehmen mit Firmensitz in Ratingen und Börsennotierung in Hongkong am Mittwoch mitteilte. Abschreibungen, Rückstellungen und Kosten für die Schließung unrentabler Läden führten unter dem Strich zu einem Verlust von 3,7 Milliarden Hongkong-Dollar (427 Millionen Euro). Im Vorjahr hatte Esprit noch einen kleinen Gewinn von 210 Millionen Hongkong-Dollar ausgewiesen. Deutschland ist mit Abstand der wichtigste Markt für Esprit. Hier gingen die Erlöse um 21 Prozent zurück. Die gesamte Modebranche steht derzeit unter Druck. Am Vortag hatte die Modekette Tom Tailor mit Verweis auf volle Lager und hohe Rabatte ihre Gewinnprognose kassiert. Auch Gerry Weber meldete zuletzt schwache Zahlen. (dpa)

Sparen bleibt unbeliebt

Die Bundesbürger werden nach einer Bankenprognose auch in diesem Jahr vergleichsweise wenig sparen. Wie im Vorjahr legen die Privathaushalte voraussichtlich 9,5 Prozent ihres verfügbaren Einkommens auf die hohe Kante, wie der Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken am Mittwoch mitteilte. Wegen der niedrigen Zinsen müssten aber viele Bundesbürger mehr sparen, um für das Alter vorzusorgen, hieß es in einer Studie des Verbands zum Weltspartag am 30. Oktober. Vor Ausbruch der Finanzkrise hatte die Sparquote regelmäßig über 10 Prozent gelegen, bis 2013 war sie auf 9,1 Prozent und damit den tiefsten Stand seit 2001 gesunken. (dpa)

Dispo-Warnung empfohlen

Wer über mehr als drei Monate seinen Dispokredit um mehr als die Hälfte ausschöpft, bekommt wohl bald einen Warnhinweis von der Bank. Das folgt aus einer Empfehlung an die Institute, die die Deutsche Kreditwirtschaft am Mittwoch verbreitete. Der Hinweis soll den Zinssatz nennen und auf mögliche weitere Zinskosten aufmerksam machen. Die Empfehlung soll voraussichtlich im März 2016 zeitgleich mit neuen gesetzlichen Vorgaben greifen. Nach dem Entwurf der Bundesregierung, der am Freitag im Bundestag beraten wird, müssen Banken eine Beratung anbieten, wenn ein Kunde seinen Dispokredit ein halbes Jahr lang zu durchschnittlich mehr als 75 Prozent ausschöpft. (dpa)
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.