Wirtschaftsnotizen

Elektroindustrie legt zu

Die deutsche Elektroindustrie bleibt im Exportgeschäft auf Rekordkurs. Trotz der mauen Nachfrage aus wichtigen Schwellenländern stiegen die Ausfuhren im Juli gegenüber dem Vorjahr um 8 Prozent auf 14,8 Milliarden Euro, wie der Branchenverband ZVEI in Frankfurt berichtete. "Es war der bislang höchste in einem Juli erzielte Exportwert überhaupt", sagte ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann. Von Januar bis einschließlich Juli erhöhten sich die Branchenausfuhren damit um 8,1 Prozent auf 101,7 Milliarden Euro. (dpa)

BASF will profitabler werden

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF will sein Geschäft mit einem neuen Sparprogramm profitabler machen. Es soll von 2016 bis 2018 laufen und das Ergebnis von Ende 2018 an jährlich um eine Milliarde Euro verbessern, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Die Dividende soll weiter jährlich steigen. Zudem bekräftigte BASF, dass das Unternehmen in den kommenden Jahren etwas schneller wachsen will als der weltweite Chemiemarkt, für den BASF ein Plus von 3,9 Prozent erwartet. (dpa)

Hapag-Lloyd: Börsengang

Die Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd macht mit ihren Börsenplänen ernst. Das Unternehmen kündigte am Montag in Hamburg an, noch in diesem Jahr den Sprung aufs Frankfurter Parkett zu wagen. Details - wie etwa die Zahl der angebotenen Aktien - ließ die Gesellschaft zunächst offen. Das Unternehmen kündigte lediglich an, durch die Ausgabe neuer Anteilsscheine 500 Millionen US-Dollar erlösen zu wollen. Dieses Geld soll für Investitionen in Schiffe und Container dienen. Zudem will der Reisekonzern Tui Anteile verkaufen. Zuletzt wurde laut Medienberichten erwartet, dass der Konzern bei seinem Börsengang eine Gesamtbewertung von fünf Milliarden Euro anstrebt. (dpa)

Flowtex-Skandal: Nachspiel

Der vom Mannheimer Landgericht wegen Milliardenbetrugs zu elfeinhalb Jahren Haft verurteilte Ex-Chef der Firma Flowtex, Manfred Schmider, sowie vier weitere Angeklagte müssen sich vor dem Bezirksgericht Frauenfeld verantworten. Von den elfeinhalb Jahren Haft saß Schmider zwei Drittel ab, der Rest wurde 2007 zur Bewährung ausgesetzt. In der Schweiz wird den Beschuldigten nun Veruntreuung, Geldwäscherei, Betrug und Steuerbetrug in Millionenhöhe vorgeworfen, wie eine Justizsprecherin am Montag erklärte. Sie bestätigte entsprechende Berichte der "Süddeutschen Zeitung" sowie der Schweizer "Sonntagszeitung". (dpa)
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