Wirtschaftsnotizen

Prosieben kauft Reisebüro

Der Medienkonzern Prosieben-Sat1 will noch mehr Geld mit Urlaubern verdienen. Für 235 Millionen Euro inklusive Schulden wollen die Münchener das schwedische Online-Reisebüro Etraveli übernehmen, wie der Konzern am Montag mitteilte. Etraveli vermittelt Flugreisen und betreibt dafür Internetportale in 40 Ländern auf vier Kontinenten. Etraveli wäre der erste internationale Zukauf von Prosieben-Sat1 für seine Reisesparte 7Travel. Zu 7Travel gehören billiger-mietwagen.de, weg.de und mydays.com. Die Zustimmung der Kartellbehörden steht noch aus. (dpa)

VW: Rückruf in China

Volkswagen hat in der Affäre um manipulierte Abgaswerte bei Dieselautos nun auch in China einen Rückruf angekündigt. Die Aktion betrifft allerdings nur wenige Modelle, weil die Diesel-Technologie im Reich der Mitte kaum verbreitet ist. Es geht um 1946 Tiguan und 4 Passat, die alle importiert wurden, wie der Autobauer am Montag mitteilte. Chinas Aufsichtsbehörden zeigten sich "sehr besorgt" über den Abgas-Skandal. Während der Wolfsburger Konzern eine förmliche Entschuldigung aussprach, teilte die staatliche Qualitätsaufsicht in Peking mit, sich weitere Schritte vorzubehalten. (dpa)

Festnahmen nach Attacke

Nach den Angriffen auf zwei Manager von Air-France sind sechs Mitarbeiter des Unternehmens festgenommen worden. Den Verdächtigen werden unter anderem gewalttätige Übergriffe und Vandalismus vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft in Bobigny bei Paris am Montag mitteilte. Zu den Attacken war es in der vergangenen Woche am Rande einer Betriebsratssitzung gekommen, während der Air France den Abbau von 2900 Stellen bei Piloten, Kabinen- und Bodenpersonal angekündigt hatte. (dpa)

Reisebranche will Flüchtlinge

Die deutsche Tourismusbranche will Flüchtlinge einfacher einstellen können. "Unsere Wachstumsbranche mit rund drei Millionen Beschäftigten bietet Chancen für alle Qualifikations- und Bildungsstufen", sagte Michael Frenzel, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft, am Montag in Berlin. Die Grundlagen dafür müssten aber stimmen. Migranten bräuchten früh Sprachunterricht und die Unternehmen Planungssicherheit. Zudem seien "Korrekturen" bei der Vorrangprüfung nötig, sagte Frenzel beim "Tourismusgipfel". (dpa)
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