Wirtschaftsnotizen

Agilis erzielt Abschluss

Die Agilis-Unternehmen haben als erste Verkehrsgesellschaft außerhalb des DB-Konzerns die Rahmenregelungen für das Zugpersonal mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) abgeschlossen. "Damit dokumentiert Agilis beispielgebend für seine Beschäftigten den gemeinsamen Willen, jeglichen Wettbewerb über die Lohnkosten dauerhaft zu unterbinden", sagt GDL-Chef Claus Weselsky. Nach intensiven Verhandlungen erreichten die Parteien in Frankfurt einen Abschluss, der spürbare Entlastungen bringen soll. Dazu gehört die Einführung des Bundes-Rahmentarifvertrags für das Zugpersonal mit einer Entgelterhöhung um 2,6 Prozent zum 1. Oktober 2015 bei einer Laufzeit von 15 Monaten sowie umfangreiche Verbesserungen in den Arbeits- und Ruhezeitbestimmungen. "Mit der gleichzeitigen Verbesserung von Geld- und Arbeitszeitthemen in dieser Tarifrunde hat Agilis deshalb auch an Attraktivität in der gesamten Region gewonnen", so Weselsky. (nt/az)

Leoni verfehlt Gewinnziel

Das eingetrübte Autogeschäft und überraschend hohe Anlaufkosten bei Neuaufträgen zwingen den Autozulieferer Leoni schon wenige Monate nach einem Führungswechsel zu Abstrichen beim Gewinn. Die für 2015 und 2016 angepeilten Ziele würden nach "überraschend starken Belastungen" im September nicht mehr zu halten sein, teilte das Unternehmen am Dienstag in Nürnberg mit. Der noch im Frühsommer angepeilte Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) von 200 Millionen Euro für 2015 erscheint dem Vorstand nicht mehr realistisch. Am Ziel von 4,3 Milliarden Konzernumsatz für 2015 hält der Kabel- und Bordnetzhersteller dagegen weiter fest. Auf Umsatzeinbußen hat sich Leoni für 2016 eingestellt: Statt der anvisierten 4,8 Milliarden Euro dürften nur 4,6 Milliarden Euro in die Kassen fließen. (dpa)

Maschinenbau lahmt

Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer fürchten, dass der Branchenumsatz auch im nächsten Jahr stagniert. "Für 2016 rechnen wir abermals mit Nullwachstum", sagte der Präsident des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau, Reinhold Festge, am Dienstag in Berlin. Bei Auftragseingang, Produktion und Beschäftigung werde man das Vorjahresniveau halten. Grund seien weltwirtschaftliche Unsicherheiten. Der Verband verlangte, Flüchtlinge einfacher in Arbeit bringen zu können. "Die deutsche Industrie wird ihren Teil beitragen zur Integration der Flüchtlinge, als Ausbilder und als Arbeitgeber." Sie brauche junge, engagierte Arbeitnehmer. (dpa)
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