Wirtschaftsnotizen

HP verlagert Stellen

Der Computer-Riese Hewlett-Packard will in Deutschland 1000 bis 1500 Stellen an andere IT-Dienstleister auslagern. Betroffen sei der Bereich Enterprise Services in Deutschland, der sich mit IT-Outsourcing, Beratung und dem IT-Projektgeschäft befasst, bestätigte ein Firmensprecher auf Anfrage. Der Konzern hat am Mittwoch die Mitarbeiter über die Pläne informiert. Sie sollen zum 1. Juli 2016 umgesetzt werden. HP wolle einen Lieferverbund für Outsourcing gründen, um flexibler auf Kundenwünsche reagieren zu können. Mit welchen Firmen der Konzern zusammenarbeiten wird und wie die Auslagerung aussieht, sei noch nicht entschieden. "Wir suchen nach Dienstleistern, die für uns einen Teil der Lieferkette übernehmen können", sagte der Sprecher. Bundesweit beschäftigt HP noch etwa 9000 Mitarbeiter. Das Vorhaben stehe in Einklang mit der globalen Strategie von HP, sagte der Sprecher. Im Zuge seiner Aufspaltung will der IT-Konzern noch einmal bis zu 30 000 weitere Arbeitsplätze weltweit streichen. HP ist gerade dabei, einen bereits 2012 eingeleiteten Abbau von 55 000 Arbeitsplätzen abzuschließen. Zuletzt hatte HP gut 300 000 Beschäftigte. (dpa)

Export erleichtern

Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) will der deutschen Lebensmittelbranche beim Ausbau der Exporte helfen. Die Vermarktung könne noch stärker gebündelt werden, sagte er am Mittwoch bei einem Treffen mit Wirtschaftsvertretern in Berlin. Das Ministerium wolle die Wirtschaft hierbei unterstützen. Ausfuhren in kaufkräftige Zukunftsmärkte seien eine wichtige Option angesichts niedriger Preise für Produkte wie Milch, sagte Schmidt. Auf Entwicklungsländer ziele die Exportförderung nicht. Mehrere Verbände kritisierten, eine Exportoffensive zu niedrigen Weltmarktpreisen sei keine Lösung. (dpa)

Ermittlungen gegen EnBW

Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe ermittelt gegen den Energiekonzern EnBW wegen möglicher Datenschutz-Verstöße. Es gehe um den Vorwurf, Telefonate aufgenommen und damit "das nicht-öffentliche Wort" unerlaubt aufgezeichnet zu haben, sagte ein Sprecher der Anklagebehörde am Mittwoch. Der Energieversorger kommentierte dies nicht. Ende April war bekanntgeworden, dass EnBW Service-Telefonate mit Kunden mitgeschnitten hatte - auch wenn die Kunden dies zuvor abgelehnt hatten. EnBW machte technische Gründe geltend. Bislang seien Zeugen vernommen worden. Der Sachverhalt sei allerdings wegen der verwendeten Software sehr kompliziert. (dpa)

Visa: Kontaktlos bezahlen

Der Kreditkartenanbieter Visa erwartet einen Schub für das kontaktlose Bezahlen per Karte und Smartphone in den kommenden Jahren. Bis 2020 dürften alle Kassenterminals in Europa entsprechend ausgerüstet sein, sagte der zuständige Visa-Europe-Manager Volker Koppe am Mittwoch in München. Vor allem große Handelsketten würden das Thema voranbringen. Neben dem Discounter Aldi Nord hatte sich in jüngster Zeit auch der Elektronikhändler Media Saturn für die Einführung des kontaktlosen Bezahlens entschieden. Laut Koppes haben die Mitgliedsbanken von Visa Europe bisher 3,2 Millionen kontaktlose Visa-Karten an Kunden ausgegeben, die damit an rund 60 000 Terminals quasi im Vorbeigehen zahlen können. Bis 2017 dürfte die Zahl auf bis zu 300 000 Terminals in Deutschland steigen, erwartet Visa. (dpa)
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