Wirtschaftsnotizen

Otto wieder in der Spur

Der Hamburger Handels- und Dienstleistungskonzern Otto Group, zu dem auch Witt Weiden gehört, wird nach einem Verlustjahr voraussichtlich wieder schwarze Zahlen schreiben. Nach einem halben Geschäftsjahr (Ende August) habe die Gruppe ein Umsatzplus von 4,2 Prozent erreicht und liege damit über dem Plan von 3,0 Prozent, teilte ein Otto-Sprecher am Donnerstag mit. Vorstandschef Hans-Otto Schrader sei optimistisch, am Ende des Geschäftsjahres eine "schwarze Null" zu erreichen. Positiv entwickelt sich der elektronische Handel: Otto legte in Deutschland um 9,5 Prozent zu, weltweit um 8,3 Prozent. (dpa)

Prosieben wächst digital

Der Medienkonzern Prosieben-Sat1 steckt sich für die kommenden Jahre höhere Ziele und vertraut dabei noch stärker auf das Digitalgeschäft. Das Unternehmen hob am Donnerstag seinen Ausblick für 2018 an: Der Umsatz soll von 2,9 Milliarden Euro im vergangenen Jahr bis dahin auf 4,2 Milliarden Euro steigen und der Betriebsgewinn von 847 Millionen auf 1,1 Milliarden Euro wachsen. Konzernchef Thomas Ebeling hatte für 2018 bislang einen Umsatz von 3,4 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. "Prosieben-Sat1 wächst in allen Segmenten schneller als geplant", sagte Ebeling. Vor allem im Digitalgeschäft. Die Sendergruppe verdient zunehmend Geld mit Internetplattformen wie dem Vergleichsportal Verivox. (dpa)

Eurofighter korrigiert Fehler

Nach dem Fertigungsfehler am Eurofighter-Kampfjet hat das Herstellerkonsortium rasche Abhilfe zugesichert. "Das ist ärgerlich und unsere Kollegen von BAE Systems in England arbeiten hier an einer Lösung, die kurzfristig verfügbar sein wird", sagte der Chef der Rüstungssparte Airbus Defence & Space, Bernhard Gerwert, dem "Handelsblatt". Das Verteidigungsministerium hatte die Beschaffung der Jets wegen des Problems vorerst gestoppt. Konkret gehe es um Bohrlöcher am Heck des Flugzeugs, deren Abrundung nicht exakt den Vorschriften entspreche, so Gerwert. "Die Flugsicherheit und operationelle Einsatzfähigkeit des Eurofighters ist dadurch aber in keiner Weise beeinträchtigt. Ich gehe daher nicht von größeren Lieferverzögerungen aus." (dpa)

Karstadt-Filiale bleibt

Karstadt reduziert seine Schließungspläne weiter: Neben dem Warenhaus in Mönchengladbach soll nun auch die Filiale in Dessau weitergeführt werden. Karstadt-Finanzvorstand Miguel Müllenbach sagte am Donnerstag, damit könnten rund 70 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Karstadt habe mit dem neuen Eigentümer der Immobilie in Dessau "einen neuen Mietvertrag auf angepasster wirtschaftlicher Basis" abschließen können, begründete der Manager den Kurswechsel. Zu den anderen fünf Filialen, die geschlossen werden sollen, äußerte sich der Konzern nicht. (dpa)
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