Wirtschaftsnotizen

Rückruf bei Mazda

Der japanische Autobauer Mazda Motor muss weltweit rund 310 000 Autos wegen Fehler am Zündschloss zurückrufen. In Europa seien "weniger als 100 000 zugelassene Fahrzeuge betroffen", berichtete Mazda Deutschland am Freitag in Leverkusen. Es handele sich um Fahrzeuge aus dem Bauzeitraum April 1988 bis Dezember 2002. Betroffen seien Modelle wie der Demio, MPV, Ford Festiva und Ford Laser. Wie viele Autos in die Werkstatt müssen, konnte das Unternehmen nicht sagen. Zunächst hatte es geheißen, Mazda müsse allein in seinem Heimatmarkt mehr als 900 000 Autos zurückrufen. Doch einige der betroffenen Modelle sind über 25 Jahre alt und deshalb bereits verschrottet. (dpa)

BMW: Kein Diesel-Knick

BMW und Audi bleiben bei den Diesel-Verkäufen bislang von einem möglichen Abwärtssog durch den VW-Abgas-Skandal verschont. "Bislang verzeichnen wir bei der Nachfrage nach Diesel-Fahrzeugen keine Auswirkungen", sagte ein BMW-Sprecher. Einige Beobachter befürchten, dass Kunden nach dem Bekanntwerden der Manipulationen bei Volkswagen auch Dieselautos anderer Hersteller meiden. 73 Prozent der verkauften BMW in Deutschland waren 2014 Diesel. Weltweit liegt der Dieselanteil des Herstellers bei 38 Prozent. Selbst beim Oberklasse-Konkurrenten Audi, der direkt vom Abgas-Skandal betroffen ist, schlägt sich die Manipulationsmisere noch nicht auf die Verkäufe nieder: "Wir spüren bislang keine Auswirkungen bei Auslieferungen und Bestellungen", sagte eine Sprecherin der VW-Tochter. (dpa)

Revision im Scala-Streit

Die Ulmer Sparkasse legt im Streit um hochverzinste Sparverträge Revision beim Bundesgerichtshof (BGH) ein. Das Geldhaus habe die entsprechenden Dokumente am Freitag nach Karlsruhe geschickt, sagte Sprecher Boris Fazzini. Dennoch wolle sich die Bank weiterhin gütlich mit den klagenden Sparern einigen. "Wir wollen Zeit gewinnen, damit beide Seiten die Gespräche fortsetzen können." Hintergrund: Die Sparkasse wollte aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase Tausende Kunden aus den sogenannten Scala-Verträgen herauslocken - ansonsten drohte die Kündigung. Das Stuttgarter Oberlandesgericht hatte den Anlegern den Rücken gestärkt. (dpa)

EnBW übernimmt VNG

Deutschlands drittgrößter Energiekonzern EnBW übernimmt die Leipziger Verbundnetz Gas AG. Im Detail verkauft der Oldenburger Versorger EWE seinen VNG-Anteil von 74,2 Prozent an EnBW. Im Gegenzug trennt sich die EnBW von ihrer 26-prozentigen Beteiligung an EWE. Das teilten EnBW und EWE am Freitag mit. Die zuständigen Kartellbehörden müssen noch zustimmen. (dpa)
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